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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 31. März 2017

Rintheim: Gedenktafel auf Friedhof enthüllt

ENTHÜLLTEN DIE TAFEL am Ehrenhain (v.r.): OB Mentrup und der Vorsitzende des Bürgervereins Rintheim, Rempp. Foto: Knopf

ENTHÜLLTEN DIE TAFEL am Ehrenhain (v.r.): OB Mentrup und der Vorsitzende des Bürgervereins Rintheim, Rempp. Foto: Knopf

 

Feierlich wurde vor einer Woche eine Gedenkstele am Ehrenhain auf dem Rintheimer Friedhof übergeben. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup enthüllte Helmut Rempp, Vorsitzender des Bürgervereins Rintheim und der Arbeitsgemeinschaft Karlsruher Bürgervereine, die Tafel. Sie erinnert an die Toten des deutsch-französischen Krieges von 1870/71 sowie der beiden Weltkriege.

Schon seit geraumer Zeit hatte der Bürgerverein Rintheim das Anliegen, an der dortigen Kriegsgräberanlage eine Informationstafel anzubringen. „Heute ist es soweit. Nicht nur in Rintheim – überall auf der Welt verblassen die Erinnerungen an das Leid der beiden Weltkriege. Es sind nur noch wenig direkt Betroffene und Leidtragende, die Kriegsopfer zu beklagen hatten, als Mahner unter uns“, sagte das Stadtoberhaupt. Da in der Bevölkerung die Betroffenheit schwinde, sei es wichtig, an die leidvollen Kriegsereignisse zu erinnern. Für viele seien 70 Jahre Frieden im Land mittlerweile zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Gerade in einer Zeit, in der Populisten und Demagogen wieder aktiv seien, müsse man Erinnerungskultur und demokratische Werte hochhalten, unterstrich Mentrup.

Auch Rempp betonte den hohen Wert der Erinnerungskultur in Zeiten, in denen diese für Viele zunehmend an Raum und Bedeutung verliere. Bei der Zeremonie zur offiziellen Übergabe der Gedenktafel wirkten auch der evangelische Pfarrer Eberhard Weber und sein katholischer Kollege Erwin Schmidt mit. Für einen würdigen musikalischen Rahmen sorgte der Vereinigte Chor Rintheim. -voko-

 
 

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