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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 31. März 2017

Stimmen aus dem Gemeinderat: CDU: Zielorientierte Lösungen für Hallenproblematik

Detlef Hofmann, Stadtrat CDU-Fraktion

Detlef Hofmann, Stadtrat CDU-Fraktion

 

Die Stadtverwaltung wird auf Grundlage eines durch CDU, Grüne und Kult initiierten interfraktionellen Antrages vor die Aufgabe gestellt, die drängenden Fragen des Karlsruher Sportes nachhaltig zu beantworten.

Die Verwaltungsvorlage sah vor, dass die Europahalle für ca. 21 Mio. Euro saniert wird. Trotz der vorgeschlagenen Sanierung können Events wie Indoormeeting, Leichtathletikhallen-DM oder Europameisterschaften, das Ligafinale der Kunsturner sowie Konzerte oder kommerzielle Kultur nicht mehr in der dann sanierten Europahalle stattfinden. Zwar könnten die Karlsruher Ballsportarten nach dem vorgeschlagenen Umbau ihre Ligaspiele wieder austragen, aber können sich die Vereine dann die bisher üblichen Mietzahlungen an die Stadt überhaupt leisten? Stellflächen für Sponsoren, VIP sowie geeignete Räume für Catering und Verpflegungsstände sind in der vorgeschlagenen Sanierung aus Brandschutzgründen nicht oder nur eingeschränkt möglich.

Im Hauptausschuss, Anfang März, wurde von der HGW vorgetragen, dass die geplante Kostenkontrolle für die vorgeschlagene 21-Mio.-Euro-Lösung aufgrund des notwendigen langwierigen Prüf- und Antragsverfahrens sowie europaweiten Ausschreibungen nicht rechtzeitig für den nächsten Doppelhauhalt 2019/2020 fertig werden würde.

Kostenkontrollverfahren ermöglicht parallele Prüfung von vielleicht besseren Alternativen!

Genau hier setzt der interfraktionelle Antrag an. Um den verschiedenen Anforderungen in Bezug auf Nutzungsmöglichkeiten und die Bedarfe der jeweiligen Nutzer gerecht zu werden, müssen Alternativen geprüft werden. Dies hatten wir bereits vor einem Jahr eingefordert.

Insbesondere der Schulsport in der Stadt leidet seit Jahren unter der schlechten Hallensituation, die sich zuletzt durch den ständig wachsenden Brandschutz, nochmals deutlich verschlechtert hat. Die Belegung der Europahalle durch den Schulsport ist seit der Schließung 2014 um 52% gestiegen und auch der Vereinssport hat um über 25% zugenommen. Daher ist die Europahalle bereits ausgelastet.

Die Stadtverwaltung soll einen kostenkontrollierten Vergleich zwischen einer Nutzung der Europahalle als Schul- und Vereinssport für 9 Mio. Euro und der vorgeschlagenen Sanierung der Europahalle für ca. 21 Mio. Euro erstellen. Im Rahmen dieser Kostenkontrolle ist auch die Realisierung einer Schul- und Vereinssporthalle zu prüfen. Bei der 9 Millionen Variante muss der Bau einer Ballsporthalle im Stadtgebiet, oder einer kleinen Eventhalle mit einer vorrangigen Nutzung für Ballsportarten, auf dem Messegelände, geprüft werden.
Selbstverständlich muss bei der Kostenkontrolle der reinen Schul- und Vereinssportlösung eine deutliche Reduzierung der bisherigen Betriebskosten im Focus stehen.

Das Ziel der CDU-Fraktion ist es, zielorientierte Alternativen gegen-über der 21 Millionen Euro Variante zu finden, die nicht von vorn herein schon enorme Einschränkungen für die späteren Nutzer haben würden, wie sie bereits jetzt schon beim geplanten Umbau der Europahalle bekannt sind. Erst wenn aussagekräftige Zahlen vorliegen, was eine Umnutzung der Europahalle für den reinen Schul- und Vereinssport sowie der Bau einer neuen Ballsporthalle oder Eventarena (mit vorrangiger Sportnutzung) gegenüber der 21. Mio. Euro Generalsanierung mit dann erforderlicher zusätzlicher Schul- und Vereinshalle kosten würde, kann die Frage um die Weiterentwicklung des Veranstaltungsstättenkonzepts nachhaltig und seriös beantwortet werden. Nur so lebt die Sportstadt Karlsruhe.

Detlef Hofmann
Stadtrat CDU-Fraktion

 
 

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