Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 14. April 2017

Flächennutzungsplan: Ohne Kleingärten

Grün am Klinikumg mit Aufenthalsqualtiät: Kleingärtner können sich vorstellen, ihre Anlage für Patienten zu öffnen. Foto: MMG

Grün am Klinikumg mit Aufenthalsqualtiät: Kleingärtner können sich vorstellen, ihre Anlage für Patienten zu öffnen. Foto: MMG

 

Herausnahme aus Prüfkulisse / Gemeinderat am 25. April

Die Stadtverwaltung hat vorige Woche im Planungsausschuss empfohlen, die Kleingartenanlagen "Erweiterung Städtisches Klinikum", "Pulverhausstraße" und "Am Rüppurrer Schloss" aus der "Prüfkulisse Wohnen" für die Fortschreibung des Flächennutzungsplans 2030 (FNP 2030) des Nachbarschaftsverbands Karlsruhe (NVK) wieder herauszunehmen.

Die Entscheidung darüber, ob OB Dr. Frank Mentrup in der NVK-Verbandsversammlung entsprechende Anträge stellen soll, trifft der Gemeinderat am 25. April. Thema ist dann auch eine Nachmeldung von Flächen auf Grötzinger Gemarkung auf Wunsch des dortigen Ortschaftsrats. Die Anträge von CDU (Erstellung eines Kleingartenplans) und SPD (Kleingartenbeirat) empfiehlt die Verwaltung zur Umsetzung.

Der Planungsausschuss hatte sich mit den Ergebnissen aus Vorgesprächen und -prüfungen nach dem Gemeinderatsbeschluss Anfang Februar befasst. Die Kleingartenanlagen waren damals in der Flächenkulisse verblieben, mit der Entwicklungspotenzial für Wohnbauflächen gesucht wird - unter dem Vorbehalt weiterer Abstimmungsgespräche, die mittlerweile mit Vertretungen der Kleingartenvereine, des Bezirksverbands der Gartenfreunde sowie von Bürgervereinen geführt wurden. Für den FNP 2030 werden für Karlsruhe rund 85 Hektar neue Wohnbauflächen gesucht. Der eigentliche Bedarf übersteigt diesen Wert deutlich, eingeflossen sind hier bereits Flächenüberhänge in Umlandgemeinden. In die Prüfkulisse waren die Kleingartenflächen aufgenommen worden, da sie - ursprünglich an den Siedlungsrändern entstanden - sich mittlerweile in innerstädtischer, gut erschlossener Lage befinden. Lagen, die sich gerade auch für verdichteten, bezahlbaren Wohnraum eignen.

Die Fläche "Pulverhausstraße" soll als Wohnbaufläche nicht weiter verfolgt werden, im Gegenzug aber auf Vorschlag des Bürgervereins Oberreut die Fläche "Östlich Otto-Wels-Straße" wieder in die Prüfkulisse hereingenommen werden - mit besonderem Augenmerk auf Erhalt des Jugendgartens. Die Fläche "Erweiterung Städtisches Klinikum" soll unverändert im FNP bleiben, da diese inzwischen auch vom Klinikum wieder als potenzielle Erweiterungsfläche ins Gespräch gebracht wurde. Kleingärtner können sich eine Öffnung für Menschen aus der Klinik vorstellen. In Rüppurr will man die Kleingartenfläche Seewiesen mit weiteren Flächen nochmals im Gesamtzusammenhang betrachten und ein städtebauliches Konzept entwickeln. -rie-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe