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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 14. April 2017

Mobilität: Trend zu weniger privaten Autos

VON NULL AUF HUNDERT in 2,5 Sekunden: KIT-Vize Hirth, OB Mentrup und WJ-Vorsitzender Sütterlin (v.l.) mit KIT-Elektrorennwagen. Das neueste Modell fährt sogar autonom. Foto: Michael Bohnert

VON NULL AUF HUNDERT in 2,5 Sekunden: KIT-Vize Hirth, OB Mentrup und WJ-Vorsitzender Sütterlin (v.l.) mit KIT-Elektrorennwagen. Das neueste Modell fährt sogar autonom. Foto: Michael Bohnert

 

WJ-Horizonte 2017 - Wirtschaftsjunioren und KIT boten Plattform für Unternehmen, Experten und Startups

Jede Menge Elektrofahrzeuge zum Anschauen und Ausprobieren sowie Vorträge von Automobilherstellern, Beratern und Softwareentwicklern - vergangene Woche Donnerstag drehte sich auf dem Campus Ost alles um die Mobilität der Zukunft. Eingeladen zum Netzwerken hatten die Wirtschaftsjunioren und das KIT.

Die leisen Teslas mit Elektroantrieb und Autopilot waren umlagert wie der Eisstand im Freibad an heißen Sommertagen. Riesige Displays innen und elegante Flügeltüren zogen Blicke und Begehrlichkeiten auf sich. Die Wirtschaftsjunioren Karlsruhe hatten ein zukunftsweisendes Set elektrisch angetriebener Fahrzeuge vor das Institut für Fahrzeugsystemtechnik rollen lassen - Hybrid-Autos, E-Scooter, E-Roller und auch einen Elektrorennwagen des KIT, mit dem das Team KA-RaceIng 2016 erstmals an die Spitze der Weltrangliste fuhr.

Mit ihrer neuen Reihe "WJ-Horizonte" wollen die Wirtschaftsjunioren Unternehmen, Experten und Startups eine Plattform bieten, um sich über zukünftige Technologien auszutauschen. Den Anfang machte dieses Jahr das Thema Mobilität. "Wir wollen die Themen verstehen, die Einfluss auf unser Leben in der Zukunft haben", so WJ-Vorsitzender Andreas Sütterlin.

Tom Reinhold etwa, Transportexperte der international tätigen Managementberatung Oliver Wyman, geht davon aus, dass der private Autoverkehr in den nächsten Jahren bis zu 25 Prozent abnimmt. "Es wird mehr öffentlichen Verkehr und eine Verschiebung zu geteilter Mobilität geben", riet Reinhold ÖPNV-Unternehmen "mehr individualisierte Angebote" zu machen.

Weitere Referenten waren Thomas Ferrero von PTV, Benedikt Bucher von Tesla und Susanne Hahn von Daimler. Zudem konnten sich Mobilitäts-Unternehmen mit Kurzpräsentationen vorstellen. Hierfür bot der Akustik-Allrad-Rollenprüfstand des Instituts für Fahrzeugsystemtechnik eine passend futuristische Kulisse. Normalerweise führen die Mitarbeiter des Instituts hier Versuche mit Autos und Lastwagen durch. Überhaupt hätte es kaum einen besseren Ort für die "Horizonte" gegeben, ist doch der Campus Ost ein Schwerpunkt für Forschung rund um Fahrerassistenzsysteme, Autonomes Fahren und Elektromobilität.

KIT-Vizepräsident Thomas Hirth und OB Dr. Frank Mentrup ist der Dialog von Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft wichtig: "Wir sollten nicht nur das technisch Machbare im Blick haben, sondern auch die Bürger einbinden", betonte das Stadtoberhaupt. Beim Aufbau des Testfelds Autonomes Fahren ist das fest eingeplant. -res-

 
 

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