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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 5. Mai 2017

Gemeinderat: Bahn frei für Entwicklung des KIT

NÄCHSTEN SCHRITT GETAN: Das KIT kann seinen Campus Süd um Gebäude östlich des Adenauerrings erweitern. Foto: Fränkle

NÄCHSTEN SCHRITT GETAN: Das KIT kann seinen Campus Süd um Gebäude östlich des Adenauerrings erweitern. Foto: Fränkle

 

Breite Mehrheit für Auslegung des Bebauungsplans am Adenauerring / Auf erweitertem Campus Süd sollen Gebäude für Wissenschaft und Forschung entstehen

Die Entwicklung des KIT auf einem um das Areal östlich des Adenauerrings erweiterten Campus Süd brachte der Gemeinderat auf seiner jüngsten Plenarsitzung mit breiter Mehrheit weiter auf den Weg.

Insgesamt 46 Stadträtinnen und Stadträte stimmten für die Auslegung des zur Erweiterung notwendigen Bebauungsplans am Adenauerring, nur zwei Stadträte der KULT-Fraktion dagegen. Ziel der Planung ist die Schaffung des Baurechts für einen multifunktionalen Gebäudekomplex für Wissenschaft und Forschung, der schwerpunktmäßig vom KIT genutzt werden soll, aber auch anderen Forschungseinrichtungen und Ausgründungen aus dem KIT Platz bietet. Bauherr ist die Klaus-Tschira-Stiftung, die das Hochhaus unter den drei Gebäuden dem Grundstückseigner Land und damit dem KIT schenkt, die anderen Gebäude selbst vermarktet. Die dortigen Glashäuser des bisherigen Botanischen Gartens des KIT fallen erst bei einem zweiten Bauabschnitt.

Der Raumbedarf des KIT sei „unbestritten“, das Engagement der Tschira-Stifung „ein Glücksfall“ und die Veränderungen „den Nachbarn zuzumuten“, signalisierte Stadtrat Dr. Albert Käuflein in der Debatte das Ja der CDU-Fraktion zur Erweiterung. Wie SPD-Stadtrat Michael Zeh, der sich auch „eine noch deutlich höhere Bebauung“ hätte vorstellen können. Zeh lobte den Prozess des Bebauungsplans „mit großartiger Beteiligung der Bürger“, der „deutliche Verbesserungen für die Anwohner“ gebracht hätte. Das KIT gelte es „als „herausragenden Standortfaktor“ zu unterstützen, betonte Dr. Ute Leidig. Die GRÜNE-Fraktionssprecherin bedauerte allerdings, dass es für den ersten Bauabschnitt keine Mehrfachbeauftragung gegeben habe. Und auch KULT-Stadtrat Lüppo Cramer kritisierte, „dass kein städtebaulicher Wettbewerb durchgeführt wurde.“ Der Verzicht auf selbst auferlegte Vorgaben „sobald ein Großinvestor auftritt“, sei eine bedauerliche Tendenz, monierte Cramer. Keine Mehrheit fand ein Änderungsantrag der Grünen, auf dem Areal grundsätzlich Fahrradabstellplätze mit Überdachungen zuzulassen. -trö-

 
 

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