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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 5. Mai 2017

Gemeinderat: Ist die Technik veraltet?

Debatte über Notruftasten an Fahrscheinautomaten des Karlsruher Verkehrsverbundes

Sind Notruftasten an KVV-Fahrscheinautomaten eine veraltete Technik? Darüber waren die Ratsmehrheit sowie Stadtverwaltung und VBK uneins.

Die SPD hatte ein Konzept zur Einrichtung der Tasten beantragt. Zudem sollte die Verwaltung Sicherheitskriterien erarbeiten und neuralgische Orte für Notruftasten ermitteln. Und an den künftigen unterirdischen Haltestellen Fahrscheinautomaten mit integrierter Notruftaste oder Notrufsäulen eingerichten. Passanten wie Fahrgäste hätten so die Gelegenheit, in Notsituationen schnell und direkt die Polizei zu rufen. Das erhöhe das subjektive Sicherheitsempfinden.

Irene Moser (SPD) zeigte sich ziemlich erbost über die Antwort von Verwaltung und VBK, dass gerade eine neue Generation Fahrscheinautomaten aufgestellt wurde– ohne Notruftasten, weil diese Technik veraltet sei und die VBK keine prekäre Sicherheitslage an den Haltestellen im Stadtgebiet sähen. Notrufe könnten über Handys und Smartphones kostenlos an jeder beliebigen Stelle abgesetzt werden.

Aber nicht alle Menschen hätten Mobiltelefone, wie Karl-Heinz Jooß (FDP) anfügte. Außerdem ginge das Betätigen einer Notruftaste in Stresssituationen rascher. Joshua Konrad (GRÜNE) nannte Notruftasten in der Universitätsbibliothek. Auch Stefan Schmitt (parteilos), Jürgen Wenzel (FW) und Dr. Paul Schmidt (AfD) begrüßten den SPD-Vorstoß, zum Teil mit Hinweis auf andere Städte, wo das System gerade eingeführt werde.

Sven Maier (CDU) sah den Antrag mit der Verwaltungsantwort als erledigt, während Verena Anlauf (GRÜNE) die Weiterbehandlung in den Aufsichtsräten der VBK und der KASIG sowie im Hauptausschuss vorschlug. OB Dr. Frank Mentrup verwies in die Aufsichtsräte und empfahl, für den Hauptausschuss Anträge zu stellen. -erg-

 
 

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