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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 5. Mai 2017

Kultur: Von Geschichten und Identitäten

Foto: Bastian

Foto: Bastian

 

Ein überdimensionaler Schlaucher ist als Symbolfigur Daxlandens derzeit im Pfinzgaumuseum zu sehen, das Wahrzeichen des 1909 nach Karlsruhe eingemeindeten Stadtteils Grünwinkel auch. Neben der Schlaucherfigur aus Pappelholz und der ebenfalls künstlerisch gestalteten Krähe steht eine Plastik-Ausgabe des Durlacher Stadtgründers „Karle mit de Tasch“ (unser Bild).

Markgraf, Schlaucher und Krähe sind umgeben von allerlei Gegenständen, die von der Vielfalt des Lebens einst und heute in den Stadtteilen künden. Urkunden, Bierkrug, Ball oder Meisterschaftsfotos der Turnerschaft Durlach sind ebenso darunter wie Kinostühle der Mika aus der Nordstadt, Wimpel der Hagsfelder Gesangvereine oder Fotos der Dreck-weg-Wochen in Dornwald und Untermühl. Der im Pfinzgaumuseum untergebrachte Teil der Doppelausstellung „Karlsruher Heimaten“ präsentiert Exponate aus sämtlichen 27 Stadtteilen, nimmt deren jeweils ureigene Identität unter die Lupe.

„Es geht hier um die Frage, wie Identifikation funktioniert und wie eine Stadtteilidentität entstehen kann“, erläuterte Erster Bürgermeister Wolfram Jäger bei der Eröffnung das Konzept, das der Ausstellung im Rahmen der Heimattage zugrunde liegt. Als Leitschnur für die Besucher dienen fünf Fragesäulen zu sozialen und kulturellen Aktivitäten, Architektur und Landschaft oder zentralen Orten und Treffpunkten. Und diesen Säulen hat das Ausstellungsteam um Museumsleiterin Dr. Alexandra Kaiser assoziativ Fotos und Objekte zugeordnet. Durch die Anordnung erzählen die Exponate eigene kleine Geschichten und laden, so Alexandra Kaiser, „zur Auseinandersetzung, zum Dialog, zum Widerspruch und zu weiteren Fragen ein“. -trö-

 
 

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