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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 5. Mai 2017

Stadtplanung: Artenschutz ist wichtiger Aspekt

Neuparzellierung in der Südstadt: die Kleingartenanlage an der Stuttgarter Straße wird neu konzipiert. Zudem entstehen dort Sportanlagen. Foto: Knopf

Neuparzellierung in der Südstadt: die Kleingartenanlage an der Stuttgarter Straße wird neu konzipiert. Zudem entstehen dort Sportanlagen. Foto: Knopf

 

Bebauungsplanverfahren „Südlich Stuttgarter Straße“ / Sportanlagen von ESG Frankonia kommen von Durlacher Allee an Stuttgarter Straße

Die Sportstätten der ESG Frankonia sollen von der Durlacher Allee an die Stuttgarter Straße verlagert werden, wo derzeit eine Kleingartenanlage ist. Das Planungskonzept sieht im westlichen Teil des Areals weiterhin Kleingärten vor. Im Osten entstehen Sportanlagen.

Im Zuge der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit fand kürzlich eine Veranstaltung zum Bebauungsplan „Südliche Stuttgarter Straße“ im Stephansaal statt. Sigrun Hüger (Stadtplanungsamt) und Helmut Kern (Gartenbauamt) standen dort Interessierten Rede und Antwort. Das Projekt soll in drei Bauabschnitten realisiert werden. Neben der Neuparzellierung der Kleingärten, die möglichst vielen Pächtern einen neuen Garten ermöglichen soll, werden Tennisplätze, ein Funktionsgebäude und Sportplätze gebaut.

Die Bürger interessierten unter anderem Aspekte des Artenschutzes. So lebt laut Kern die Mauereidechse auf dem Areal. „Wir werden sehr behutsam vorgehen und Ersatzlebensräume für die Mauereidechse finden“, betonte der Gartenbauamtschef. Ob genügend Parkplätze vorgesehen seien, war eine Frage, die Hüger bejahte. Kern erläuterte, dass es auf dem Areal eine Trasse für die Tram (als grüne Wiese) freigehalten werde. Erfahrungsgemäß könne es jedoch durchaus zwei Jahrzehnte dauern, ehe diese in Anspruch genommen werde. Ein Vertreter der Bürgergesellschaft Südstadt fragte, ob weiterhin ein Garten für die Menschen am Indianerbrunnen des Werderplatzes vorgesehen sei.

Kern betonte, dass es eventuell schwierig werde, da es sehr eng zugehe. Man bemühe  sich jedoch das Sozialprojekt zu erhalten. Wie gehabt solle die Vergabe der begehrten Kleingärten nach gerechtem Muster vorgenommen werden, so Kern weiter. Ein Bürger gab dem Stadtplanungsamt mit auf den Weg, für breite Radwege auf dem neu konzipierten Gelände zu sorgen, was Hüger als Anregung mitnahm. Konkret sieht die Planung so aus: Ab 2018 sollen der Rückbau der Gärten im östlichen Bereich und der Bau der Tennisplätze beginnen. Ein Jahr darauf startet die Neuparzellierung der Gärten im westlichen Teil, etwa ab 2020 die Sportplätze nebst Funktionsgebäude.

Nach der aktuellen Bürgeranhörung – Ende 2016 gab es bereits einen Info-Termin für die Kleingärtner sowie 2013 ein Konsensusverfahren – folgt die öffentliche Auslegung nach Gemeinderatsbeschluss. Im Laufe des Verfahrens gibt es weiterhin die Möglichkeit Anregungen zu geben. -voko- 

 
 

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