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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 16. Juni 2017

Magistrale: Schnelle gute Verbindung

BIENVENUE: Mit viel Begeisterung empfangen wurde am 10. Juni 2007 der erste in Karlsruhe haltende TGV. Foto: Stadtarchiv/DB

BIENVENUE: Mit viel Begeisterung empfangen wurde am 10. Juni 2007 der erste in Karlsruhe haltende TGV. Foto: Stadtarchiv/DB

 

Bahn feiert offiziell in Paris / Magistrale bemängelt Lücken

Die Zeit vergeht wie im Zuge: Am 10. Juni 2007 fuhr der erste TGV in Karlsruhe ein. Umjubelt von Hunderten am Bahnsteig des Hauptbahnhofs, „der inzwischen als entscheidendes Drehkreuz des deutsch-französischen Bahnverkehrs gilt“, blickt OB Dr. Frank Mentrup als Vorsitzender der Initiative Magistrale für Europa gern zurück.

„Europa wächst in Hochgeschwindigkeit noch weiter zusammen. In einer Zeit, da es teils eher auseinanderzudriften scheint, ein besonders wichtiges Symbol.“ Zudem bringe der grenzüberschreitende Schienenverkehr viele Vorteile.

Am 1. Juni zelebrierten nun Deutsche Bahn, der französische Bahnkonzern SNCF und die gemeinsame Tochter Alleo am Gare de l’Est in Frankreichs Hauptstadt das zehnjährige Bestehen der Hochgeschwindigkeitsverbindung Paris-Ostfrankreich-Südwestdeutschland. Auch mit der Taufe eines ICE auf den Namen Paris – seit 2016, mehrmals täglich verbunden, nur noch zweieinhalb Stunden von Karlsruhe entfernt.

Die kurze Zeit überbrücken immer mehr deutsch-französische Teams an Bord der Züge. „Fantastisch und zunächst wirklich kaum zu glauben, diese nochmal besser gewordene Verbindung“, schwärmt Mentrup. Die nach zuletzt noch einmal milliardenschweren Investitionen auf französischer Seite optimierte Schnelltrasse fußt auf dem Vertrag von La Rochelle, den beide Länder vor nunmehr 25 Jahren unterzeichneten mit einer Intention, die weiter reicht.

So strebt die Magistrale einen Hochgeschwindigkeitskorridor von Paris bis Budapest/Bratislava an. Hierzu ist unter anderem nach wie vor das Nadelöhr Appenweierer Kurve auszubauen. „Diesen Teil auf Spur zu bringen, bleibt Hausaufgabe der Deutschen Bahn“, mahnt der Vorsitzende der Initiative Magistrale für Europa an. Fortschritte stellen der Bau des Rastatter Tunnels und des Jahrhundertprojekts Stuttgart 21 dar. „Dies“, betont Mentrup, „muss uns wie die Anstrengungen der französischen Freunde Beispiel sein, weiter voranzukommen zur Verwirklichung einer großen kontinentalen Vision“. -red-/-mab-

 
 

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