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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 16. Juni 2017

Tribut an Carl Benz: Automobile Zeitreise vor dem Schloss

OLDTIMER-KORSO DURCH SCHLOSSPARK UND CITY: Rund 20.000 Menschen bestaunten die imposanten Vehikel beim Grande Finale der Veranstaltung "Tribut an Carl Benz". Foto: Knopf

OLDTIMER-KORSO DURCH SCHLOSSPARK UND CITY: Rund 20.000 Menschen bestaunten die imposanten Vehikel beim Grande Finale der Veranstaltung "Tribut an Carl Benz". Foto: Knopf

ÜBERZEUGTER BADNER: Rolf Schneider mit seinem Chevrolet von 1930. Foto: Knopf

ÜBERZEUGTER BADNER: Rolf Schneider mit seinem Chevrolet von 1930. Foto: Knopf

NEBEN ALTEHRWÜRDIGEN KAROSSEN sorgte auch manch historisches Kostüm (im Hintergrund) für Aufsehen. Foto: Knopf

NEBEN ALTEHRWÜRDIGEN KAROSSEN sorgte auch manch historisches Kostüm (im Hintergrund) für Aufsehen. Foto: Knopf

 

Fachsimpeln der Oldtimer-Fans / Imposanter Korso durch Schlosspark und Innenstadt / Rund 20.000 Besucher

Es war ein prächtiges Event bei Traumwetter. Bei „Tribut an Carl Benz“ strahlten Chrom und Sonne vor dem Schloss um die Wette. 400 schmucke Oldtimer erinnerten an die grandiose Leistung des Automobil-Pioniers aus Mühlburg – auch Ur-Enkelin Jutta Benz war mit von der Partie.

Liebhaber von Oldtimern kamen bei der Veranstaltung im Rahmen der Heimattage voll auf ihre Kosten. Bei „Hauben auf“ war Fachsimpeln mit den Eigentümern angesagt, bei der US-Police-Car-Show gab es Action pur, und am Ende begaben sich die Vehikel auf einen imposanten Korso durch Schlosspark und Innenstadt. Ob Mercedes 190 SL (1962), Borgward, Karmann-Ghia, Chevrolet, Cadillac oder Citroen aus den Fünfzigern – die vielen Fans kamen aus dem Staunen kaum heraus, Kameras waren schnell gezückt. Ein echtes Traumauto besitzt Walter Nakovics aus Rheinstetten. Der 58-Jährige fährt einen Citroen Traction Avant. Der Schlitten galt als Gangster-Limousine, scheint direkt einem film noir entsprungen.

Stolzer Eigentümer des ältesten Fahrzeugs (Baujahr 1897) ist Elmar Schorpp aus Wörth. Von „Malicet & Blin“ in Paris konstruiert, ist die Firma längst Vergangenheit. „Das bin ich fast schon gewohnt, dass auf Oldtimer-Shows meines der älteste ist“, sagte der Pfälzer schmunzelnd. Von der Technik ist der Ingenieur nach wie vor fasziniert. Nicht minder beeindruckend ist eine Dieselkutsche im viktorianischen Stil. Hoch oben thront Ulrike Gärtner. Die Frau im stilechten Outfit bietet Schlössertouren mit dem Fahrzeug in Mittelbaden an. Da gesellten sich gleich zwei Damen mit schwarzem Sonnenschirm und Biedermeier-Kostümen hinzu, und die Zeitreise war perfekt.

Ausgesprochener Citroen-Fan ist Karen Eßrich, Grötzingens Ortsvorsteherin. „Damit fährt man wie auf Wolken“ formulierte sie es prosaisch vor ihrem stylishen Wagen. Frankophil sind auch Daniela und Uwe Schebek, ebenfalls aus Grötzingen. Die Paris-Kenner haben sich jedoch für die britische Sportmarke MAG aus den Fünfzigern entschieden.

Als echter Badener präsentierte sich Rolf Schneider aus Sasbachwalden. Ganz in Gelb zeigten sich der sechszylindrige Chevrolet (1930) und sein Besitzer. Mit seinem Jaguar XK 120 geht ein Pensionär aus Pfinztal noch heute auf Reisen. „Der hat schon die Toskana und Frankreich gesehen. Die Leute sind jedes Mal begeistert“, berichtete er über das Fahrzeug, das eigens für das 24-Stunden-Rennen von Le Mans gebaut wurde. Positives Fazit des historischen Spektakels zog Organisator Arnt Bokemüller: „Es ist die grandiose Vielfalt der automobilen Welt von einst, die die Menschen fasziniert. Es ist wichtig, dass Carl Benz in der Stadt präsent bleibt. Alles hat geklappt – prima.“ -voko-

 
 

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