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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 23. Juni 2017

Ausschuss für Umwelt und Gesundheit: Bessere Luftmesswerte

Lob für die zahlreichen Aktionen der Umweltpädagogik

Mit der Luftqualität in Karlsruhe sowie Umweltpädagogik und Öffentlichkeitsarbeit befasste sich jüngst der Umweltausschuss, geleitet von Bürgermeister Klaus Stapf.

Positiv stellte sich die Luftqualität 2016 dar. So gab es bei Stickstoffdioxid (NO2) an beiden Messstationen Unterschreitungen des Grenzwertes von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter, an einer jedoch nur geringfügig. Damit hält Karlsruhe als einzige Großstadt in Baden-Württemberg die Grenzwerte ein. Sogar an der innerstädtischen Reinhold-Frank-Straße fiel der Wert von rund 60 Mikrogramm (2005) knapp unter den Grenzwert auf 39 Mikrogramm (2016). Konstant blieben die Werte seit 2005 mit rund 25 Mikrogramm in der Nordweststadt, die die städtische Hintergrundbelastung darstellt. Da die Entwicklungen an einzelnen Orten sehr unterschiedlich sind, gilt es, mit endgültigen Bewertungen abzuwarten. So könnten eine Ursache der Immissionsminderung in der Reinhold-Frank-Straße baustellenbedingte Verkehrsbeeinträchtigungen sein. Bei Feinstaub (PM 10) liegen die gemessenen Werte überall unterhalb des Grenzwertes.

Auf einhellige Zustimmung und großes Lob stieß der Tätigkeitsbericht zur Umweltpädagogik und Öffentlichkeitsarbeit des vergangenen Jahres. Der Ausschuss erfuhr zudem die Aktivitäten des Umweltamtes in diesem Jahr. Darunter Vorhaben der Lokalen Agenda 21, ehrenamtliche Aktivitäten, Aktionen zu fairem und umweltfreundlichem Konsum, zum Klimaschutz, zur Umwelt- und Naturpädagogik sowie zur Gesundheitsförderung. Der Initiative „Meine Grüne Stadt Karlsruhe“ und dem Querschnittsthema „Nachhaltigkeit“ widmete die Verwaltung ebenfalls zahlreiche sehr gut angenommene Vorhaben und Aktionen, die auch eine breite Beteiligung der Öffentlichkeit erfuhren.

Leider seien die pädagogischen Angebote bereits früh im Jahr ausgebucht, monierte das Gremium. Bei der Umweltbildung mit Migranten sei zuerst wichtig, Akzeptanz und Verständnis füreinander zu entwickeln. Erfolgversprechend war hier der Türkisch-Deutsche Umwelttag. Für 2017 werden die bürgerschaftlichen Projekte der Initiative „Meine Grüne Stadt Karlsruhe“ weiter im Rahmen des Möglichen gefördert. Daneben hat das Umweltamt die vermehrte Verwendung von Recyclingpapier im Blick. Bei der kommunalen Gesundheitskonferenz bildet die Einführung nachhaltigen Essens in städtischen Einrichtungen einen Schwerpunkt. Diskutiert wurde auch das Thema Resilienz, also die Stärkung der Eigenkräfte und Eigenverantwortlichkeit sowohl bei der Gesundheitsförderung als auch für die nachhaltige Stadtgesellschaft. -cal-

 
 

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