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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 23. Juni 2017

Kombilösung: Blaue Leitung verschwindet

DER RÜCKBAU der insgesamt etwa eineinhalb Kilometer langen blauen Havarieleitung soll, beginnend am Berliner Platz, bis Ende Juli erfolgt sein. Foto: KASIG

DER RÜCKBAU der insgesamt etwa eineinhalb Kilometer langen blauen Havarieleitung soll, beginnend am Berliner Platz, bis Ende Juli erfolgt sein. Foto: KASIG

 

Betonage des letzten Sohlenabschnitts / Sondierung unter der Kriegsstraße

Sie hat das Stadtbild geprägt, kam zum Glück als Nothilfe nicht zum Einsatz und verschwindet ab dieser Woche zur Freude von Verantwortlichen und Bürgerschaft endgültig wieder: die blaue Havarieleitung. Vom Berliner Platz bis zum Durlacher Tor erfolgt der Abbau, informiert die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG) als Bauherrin der Kombilösung.

Mit der Fertigstellung des letzten Sohlenabschnitts in der künftigen unterirdischen Haltestelle Europaplatz – der Stahlbetonboden hat eine Dicke von teils mehr als drei Metern – kann das Grundwasser nicht mehr eindringen, womit die Havarieleitung nicht mehr benötigt wird, um notfalls Gegendruck durch Wasserzuführung von oben zu erzeugen.

Weiterer willkommener Nebeneffekt der finalen Sohlenbetonage am Europaplatz: Das Baufeld in der Douglasstraße wird nicht mehr zur Betonlieferung benötigt, sodass die Douglas- von der Kaiser- nach Süden zur Amalienstraße wieder für den Kraftfahrzeugverkehr durchgängig nutzbar ist. Und die Kombi-Bauer können sich dem nächsten Schritt zur Fertigung des Haltestellen-Rohbaus widmen, dem Bau der Außenwände sowie der Zwischenwände und -decken.

Unter dem Europaplatz, in den Stationen Lammstraße, Kronenplatz, (Gleisdreieck) Marktplatz und im Mittelteil der Haltestelle Ettlinger Tor, im Kombi-Bauwerk, werden Außenwände mit einer Dicke von 80 Zentimetern betoniert. Innen- oder Zwischenwände, die etwa Treppen aufnehmen, entstehen bereits unter dem Marktplatz, unter dem Durlacher Tor und im Südkopf des Ettlinger Tors. Zwischenebenen für den innerhalb der U-Station stattfindenden Wechsel der Fahrgäste von einem Bahnsteig zum anderen sind am Durlacher Tor und am Marktplatz im Bau. In der künftigen Haltestelle Kongresszentrum, nachdem die Kanäle für Kabel und Feuerlöschleitungen verlegt worden sind, werden die Bahnsteige für die Betonage vorbereitet.

In der Durlacher Allee und am Durlacher Tor laufen die Oberflächenarbeiten für den Endzustand weiter. In der Kriegsstraße geht es nach der Kampfmittelerkundung im östlichsten Baufeld O1 in der Ludwig-Erhard-Allee (es folgt die Sondierung in W2 zwischen Lamm- und Ritterstraße) an den (Vor-)Verbau und die Leitwände zur Herstellung der Schlitzwände. Diese ermöglichen dann die Arbeiten am Kraftfahrzeugtunnel. -red-/-mab-

 
 

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