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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 23. Juni 2017

Schülerparlament: Planspiel Kommunalpolitik gipfelt in Gemeinderatssitzung

GEBANNT folgten die potenziellen Stadträte in spe den Ausführungen aus ihren Reihen und der Bürgermeisterbank des Planspiels. Beobachtet unter anderem von Stadtrat Erik Wohlfeil (hinten). Foto: Fränkle

GEBANNT folgten die potenziellen Stadträte in spe den Ausführungen aus ihren Reihen und der Bürgermeisterbank des Planspiels. Beobachtet unter anderem von Stadtrat Erik Wohlfeil (hinten). Foto: Fränkle

 

Fichte-Schüler tragen in simulierten Fraktionen Anfragen und Anträge vor / Verwaltung agiert professionell

Es ging vorbildlich gesittet zu, große Kontroversen blieben aus, als Blau, Gelb, Grün, Rot und Schwarz ihre Anfragen und Anträge vorbrachten. Hatte mit Respekt der jungen „Stadträte“ zu tun, die jüngst zur ersten Gemeinderatssitzung zusammenkamen: gegenüber der Situation, dem Bürgersaal, in dem sie bei vorheriger Gelegenheit das übliche Plenum erlebt hatten, und der (veränderten) Bürgermeister-Riege.

Nichtsdestoweniger kann das Planspiel Kommunalpolitik („Ohne Jugend ist kein Staat zu machen“) der Friedrich-Ebert-Stiftung, umgesetzt mit Stadt und Fichte-Gymnasium, als wertvolle Erfahrung gewertet werden.

Verkehr, Baustellen, E-Mobilität, mehr Sportstätten, weniger Müll, Tier-Fürsorge: Behandelte Themen waren solche der tatsächlichen Agenda. Dazu: Jugendliche sollten die künftigen U-Bahn-Zugänge künstlerisch gestalten. Da ging es beherzt zu, argumentativ und seitens der Verwaltung aufklärend. Die zufällig den nach Farben ohne Bedeutung benannten Fraktionen zugeordneten Schüler stellten vor, was sie umtreibt. Wozu Lehrer (und Spielleitung) sie in recht kurzer Vorbereitung gelenkt hatten. Der als Oberbürgermeister fungierende Schuldezernent Martin Lenz wurde flankiert von Verwaltungsleuten, die Bürgermeister darstellten und umfassend vorbereitet mit Bildern wie Erklärungen auf Anträge und Anfragen samt Intention eingingen.

Die Anliegen rhetorisch gekonnt vortragende Charlotte beteuerte im Anschluss, sie könne sich ein späteres politisches Engagement vorstellen und sei jetzt bereits stark dafür, dass Jugendliche regelmäßig Forum und Gehör finden; schon, weil sie die Bedürfnisse ihrer Altersgenossen am besten verstünden. Einige meldeten sich bei der Frage, wer sich eine Gemeinderatsrolle vorstellen kann. Lenz herausfordern mochte noch kein potenzieller Nachwuchspolitiker. „Ihr könnt ja auch acht Jahre warten“, bemerkte der Dienstag erneut Kandidierende und platzierte noch den Lohn für den Einsatz: „Wer Stimmzettel im Sonnenbad vorzeigt“, ohne sie hochrecken zu müssen, wie es bei den Abstimmungen der Simulation immer souverän gelang, „darf kostenlos rein“: Politik kann Spaß machen, war vielen Jungen und Mädchen auch so anzumerken. -mab-

 
 

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