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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 18. August 2017

Kombilösung: Entscheidende Phase unter der Karl-Friedrich-Straße

Durlacher Tor: Die Schotterbegrenzungswände lassen die Bahnsteige erkennbar. Oben ist die Verteilerebene für Fahrgäste zu erkennen. Foto Kasig

Durlacher Tor: Die Schotterbegrenzungswände lassen die Bahnsteige erkennbar. Oben ist die Verteilerebene für Fahrgäste zu erkennen. Foto Kasig

 

Bau der Innenschale des Tunnels

Unter dem Europaplatz: Letzte Sohle der unterirdischen Haltestellen fertiggestellt

In der Karl-Friedrich-Straße mitten in der Innenstadt hat ein neue, entscheidende Phase beim Bau der Kombilösung begonnen: Das Gewölbe der Innenschale des 250 Meter langen Tunnelabschnitts zwischen den künftigen unterirdischen Haltestellen Marktplatz und Ettlinger Tor entsteht. Dabei wird in Nord-Süd-Richtung - also vom Marktplatz unter dem Rondellplatz hindurch in Richtung Kriegsstraße - zunächst der Aufweitungsbereich mit der Innenschale hergestellt: Die Arbeiter stellen mit dem eigens für diesen Tunnel konstruierten Schalwagen in Abschnitten von jeweils acht beziehungsweise zehn Metern die endgültige Tunnelröhre her. Die erste Betonage dauerte zwölf Stunden.

Dabei wurden 170 Kubikmeter Beton aus 23 Betonmischfahrzeugen über ein Rohr nach unten gepumpt wurden. Die Röhre ist allerdings nicht kreisrund, sondern gleicht einem liegenden Oval. Eine Besonderheit des Schalwagens ist seine "Anpassungsfähigkeit": Er kann sowohl im für drei Gleise ausgelegten Aufweitungsbereich - der so genannten "Trompete" - die für die Betonage notwendige Schalung ausbilden wie auch langsam verjüngend bis hin zum nur noch für eine Breite von zwei Gleisen ausgelegten Tunnelabschnitt. Gleichzeitig ist aber auch noch der Bewehrungswagen im Einsatz, der den Regelquerschnitt des Tunnels ebenfalls von Norden nach Süden bewehrt. Die Innenschale wird bis voraussichtlich im Spätherbst abgeschlossen sein.

Derweil nimmt unter dem Europaplatz die Gestaltung der künftigen unterirdischen Station konkrete Form an: Die Haltestelle hat als letzte der insgesamt sieben neuen Stationen ihre endgültige Sohle erhalten, nun beginnt der Aufbau der Schalung, um den Übergang von der Haltestelle in die Tunnelröhre zu betonieren. Parallel dazu werden in der Haltestelle Europaplatz wie auch in den „Schwester“-Stationen Lammstraße, Kronenplatz, im Gleisdreieck und im Kombi-Bauwerk die endgültigen Wände hergestellt. Im Gleisdreieck ist auch die mächtige Dreiecksstütze, die den Deckel mitträgt, inzwischen rundum bewehrt. An gleicher Stelle wird auch der letzte Teil des Deckels gebaut, der bisher durch eine provisorische Stahlträger-konstruktion gebildet wurde. In der Haltestelle Durlacher Tor wird mit Hochdruck an den letzten Innenwänden ebenso gearbeitet wie am Treppenzugang vor der Brunnenstraße, ein Treppenzugang entsteht auch in der Haltestelle Kronenplatz im Bereich des Ausgangs zur nördlichen Waldhornstraße. -red-

 
 

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