Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 18. August 2017

Schlosslichtspiele 2017: Bildfelder, Kabel und Projektoren

AB IN DEN DSCHUNGEL: „Structures of Life“ von Maxin10sity bringt Urwelten auf die Schlossfassade. Vom 18. bis 24. August um 21.20 Uhr. Alle Termine auf www.schlosslichtspiele.info. Foto: Fränkle

AB IN DEN DSCHUNGEL: „Structures of Life“ von Maxin10sity bringt Urwelten auf die Schlossfassade. Vom 18. bis 24. August um 21.20 Uhr. Alle Termine auf www.schlosslichtspiele.info. Foto: Fränkle

 

Damit die Fassade leuchtet, ist jede Menge Technik nötig / Broschüre informiert

Einen tollen Start haben die Schlosslichtspiele hingelegt. Am ersten Abend der dritten Spielzeit pilgerten 12.000 Besucher vor das Schloss und am gesamten verlängerten Auftakt-Wochenende waren es 45.000 Freiluftkino-Fans, die sich die Projektionen nicht entgehen lassen wollten.

Doch wie kommen die bewegten Bilder mit ihrer beeindruckenden Dreidimensionalität eigentlich passgenau auf die Schlossfassade mit all ihren Giebeln, Gesimsen und Säulen? Und was ist an Technik erforderlich, damit die Projektionen lichtstark, kontrastreich und nicht verzerrt im Auge des Betrachters ankommen? Zunächst wurde 2015 ein exaktes 3-D-Modell der 180 mal 17 Meter großen Schlossfassade erstellt, das seither allen Künstlern als Basis für ihre Projektionen dient. Dann ist die Fassade mit ihren mehr als 3.000 Quadratmetern Projektionsfläche ist in acht vertikale Bildfelder aufgeteilt, für die jeweils drei Projektoren zuständig sind

Diese 24 Panasonic DZ21-Projektoren haben jeweils eine Lichtstärke von 20.000 Lumen. Jeder einzelne ist also rund 40-mal so stark wie ein Heimkino-Beamer. Damit lassen sich reduzierte Kontraste und verfälschte Farben, die sich durch Fassadenfarbe und -oberfläche ergeben, locker ausgleichen. Projektionsabstände, Projektorenposition und präzise Ausrichtung werden vorher im 3D-Modell und im Grundriss ermittelt, damit es zu keinen Verzerrungen kommt. Und wegen des unbefestigten Untergrunds werden die Projektionstürme wöchentlich nachjustiert.

Außerdem im Einsatz sind vier große Server, die die Projektoren mit den Daten bespielen. Hierfür wurde ein Kilometer Glasfaserkabel gezogen. Es liegt – ebenso wie 1,5 Kilometer Stromkabel – in einem Leerrohrsystem unter dem Platz. Die gesamte Technik für die Schlosslichtspiele kommt von AV Active, einem international tätigen Unternehmen für Medieninstallationen in Berlin.

Zu sehen sind die Schlosslichtspiele, die dieses Jahr Arbeiten von Stars der internationalen Architekturszene zeigen, noch bis 10. September. Ab Freitag, 18. August, beginnen die Shows um 21 Uhr und vom 25. bis 27. August können die Besucher in Erinnerungen schwelgen. Denn dann stehen ausschließlich Highlights der Jahre 2015 und 2016 auf dem Programm. Eine Broschüre über die Schlosslichtspiele ist für sieben Euro im ZKM-Shop, im Infopoint der Schlosslichtspiele, in der Touristinfo am Hauptbahnhof und in allen BNN-Geschäftsstellen erhältlich. Ein Beitrag darin informiert über die Geschichte des Projection Mappings. -res-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe