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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 18. August 2017

Sport: Gorodki-WM in Grünwinkel für Integration

WM-ERFOLG: Silke Hinken (Schul- und Sportamt, l.) und BM Lenz (r.) freuen sich mit Damen-Team und Einzelstarter Scheifel. Foto: Knopf

WM-ERFOLG: Silke Hinken (Schul- und Sportamt, l.) und BM Lenz (r.) freuen sich mit Damen-Team und Einzelstarter Scheifel. Foto: Knopf

 

Volle Konzentration war kürzlich auf der Anlage des FV Grünwinkel angesagt. Dort ging die Gorodki-WM über die Bühne. Dabei handelt es sich um ein Spiel, das bereits in den 1920ern in der früheren Sowjetunion populär war und dort verankert blieb. So traten auch in Grünwinkel bei sieben Teams mit rund 100 Teilnehmenden vor allem Osteuropäer an: Russland, Ukraine – aber auch Deutschland.

Das Spiel erinnert ein wenig an Kegeln. Allerdings wirft man mit Stöcken, um diverse Figurenkombinationen abzuräumen. Es gibt drei Varianten: klassisches Gorodki, Eurogorodki und das finnische Kyykkä. Die Fächerstadt gilt als Geburtsort des Eurogorodki. Edwin Feser machte dieses bei Spätaussiedlern populär. Bei dieser WM jubelte am Ende auch die deutsche Mannschaft. Das Damen-Team kam auf Rang zwei (hinter der Uk-raine), beim Einzel der Herren erreichte Raimund Scheifel Platz drei. Erstmals kam Deutschland in dieser Disziplin so weit. Das Herren-Team verpasste das Treppchen als Vierter denkbar knapp.

Indes blieb mehr: „Gorodki ist ein tolles Beispiel, wie Sport für Integration sorgt. Zumal man nicht etwa einen eigenen Verein gründete, sondern sich dem FV Grünwinkel anschloss“, erklärte Bürgermeister Martin Lenz anerkennend zur Siegerehrung. Lob hatte er auch für Pionier Feser parat. -voko-

 
 

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