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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 22. September 2017

Bundestagswahl: Gut 2000 Helfer stemmen Logistik

REKORDZAHL: 54.000 Wähler bestellen Briefwahlunterlagen. Foto: Bastian

REKORDZAHL: 54.000 Wähler bestellen Briefwahlunterlagen. Foto: Bastian

 

Wahllokale von 8 bis 18 Uhr geöffnet / Briefwahl auf Rekordniveau / Ergebnisservice

Die Stadt ist für die logistischen Herausforderungen der Bundestagswahl gerüstet. Mehr als 2000 Helferinnen und Helfer des Wahlamts – 250 davon übernehmen erstmals dieses Ehrenamt – sorgen am Sonntag für einen reibungslosen Ablauf der Stimmabgabe in den 75 Wahllokalen und danach für die Auszählung in den 188 Urnen- und 70 Briefwahlbezirken im Wahlkreis 271 Karlsruhe-Stadt.

Die Zahl der Anträge auf Briefwahl befindet sich seit Tagen auf Rekordniveau. Bis zum gestrigen Donnerstag (21. September) hatten 54000 der rund 209000 Wahlberechtigten Briefwahlunterlagen angefordert. Bei der Bundestagswahl 2013 waren es insgesamt 43000 Anträge gewesen. Das zentrale Briefwahlbüro in der Stadtbibliothek, Ständehausstraße 2, stellt noch bis zum heutigen Freitag, 22. September, 18 Uhr, Wahlscheine mit Briefwahlunterlagen aus. Das Wahlamt weist darauf hin, dass die roten Wahlbriefe spätestens am Wahlsonntag, 24. September, 18 Uhr, auf der auf dem roten Wahlbrief angegebenen Stelle abgegeben oder eingeworfen sein müssen.

WÄHLER HABEN ZWEI STIMMEN

Bei der Wahl des Deutschen Bundestages haben die Wählerinnen und Wähler zwei Stimmen. Mit der Erststimme entscheiden sie, wer direkt für den Wahlkreis 271 Karlsruhe-Stadt in den 19. Deutschen Bundestag einziehen soll. Auf dem Stimmzettel stehen elf Kandidaten dazu zur Auswahl: Ingo Wellenreuther (CDU), Parsa Marvi (SPD), Sylvia Kotting-Uhl (GRÜNE), Michael Theurer (FDP), Marc Bernhard (AfD), Michel Brandt (DIE LINKE), Robin Margic (Tierschutzpartei), Jonas Dachner (MLPD), Uwe Kasper (DIE RECHTE), Stefan Glause (Die PARTEI) und Bruno Mayer (Kennwort: Bürgerkandidat). Die Zweitstimme, auch als Parteistimme bezeichnet, ist ausschlaggebend für den Parteienproporz und somit die Sitzverteilung im neuen Deutschen Bundestag. Mit ihr wählen die Wahlberechtigten eine der 21 in Baden-Württemberg zugelassenen Landeslisten.

Wie bei sonstigen Wahlen und Abstimmungen haben die Wahllokale auch am 24. September in der Zeit von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Die 188 Wahlbezirke im Stadtgebiet sind überwiegend in Schulen und öffentlichen Gebäuden untergebracht. Im Wahllokal bekommen die Wählerinnen und Wähler zunächst den Stimmzettel, den sie geschützt vor Blicken in der Wahlkabine ausfüllen und so falten, dass die Stimmabgabe nicht erkennbar ist. Stimmzettelumschläge werden in den Wahllokalen vor Ort nicht verwendet. Wer sich darüber informieren will, welchem Wahlbezirk seine Anschrift zugeordnet oder ob der entsprechende Wahlraum rollstuhlgerecht ist, kann dazu auch den Wahllokalfinder im Internet auf www.karlsruhe.de nutzen.

PRÄSENTATION IM RATHAUS

Für diejenigen, die am Sonntag im Rathaus am Marktplatz die Auszählung der Stimmen für Karlsruhe und die Ergebnisse der Bundestagswahl insgesamt „live und pur“ mitverfolgen wollen, richtet die Stadt ab 18 Uhr im Bürgersaal ein Wahlstudio ein. Zu dieser Wahlpräsentation, die um 22 Uhr endet, werden auch Kandidaten und Parteienvertreter erwartet. Mit ersten Ergebnissen aus Karlsruher Wahlbezirken ist ab 19.30 Uhr zu rechnen. Bis alle Wahlbezirke ihre Zahlen zur Feststellung des vorläufigen Ergebnisses des Wahlkreises 271 Karlsruhe-Stadt an das Wahlamt übermittelt haben, dauert es einige Stunden, voraussichtlich über 22 Uhr hinaus.

Das amtliche Endergebnis für Karlsruhe stellt der Kreiswahlausschuss unter Vorsitz von Erstem Bürgermeister Wolfram Jäger am Mittwoch, 27. September, um 15.30 Uhr im Großen Sitzungssaal des Rathauses am Marktplatz fest. Wer von zu Hause aus die aktuellen Zwischenstände der Wahlauszählung und später das vorläufige Endergebnis der Bundestagswahl in Karlsruhe erfahren will, kann sich im Internet über einen Link auf www.karlsruhe.de auf dem Laufenden halten. -trö-

 
 

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