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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 22. September 2017

Schulsanierungen:Erscheinungsbild retten

ORIGINÄR, WASSERDICHT und für Fachleute begehbar wurden die Schieferplatten auf dem Dach der Hans-Thoma-Schule verlegt. Architekt Halder, HGW-Leiterin Sick und BM Obert sind zufrieden. Foto: Bastian

ORIGINÄR, WASSERDICHT und für Fachleute begehbar wurden die Schieferplatten auf dem Dach der Hans-Thoma-Schule verlegt. Architekt Halder, HGW-Leiterin Sick und BM Obert sind zufrieden. Foto: Bastian

 

Bei Schulsanierungen geht es auch um Respekt vor dem Bau

Auch eine junge Stadt wie Karlsruhe hat prägende Gebäude, die es aus Sicht der Verantwortlichen nicht nach heute modernem und morgen irritierendem Geschmack, sondern authentisch in Schuss zu halten gilt. Wie die Hans-Thoma-Schule. Das Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft (HGW) hat wieder die Sommerferien für Instandsetzungen und Umbauten genutzt, die in der unterrichtsfreien Zeit besser oder nur dann realisierbar sind.

So erhielt die innerstädtische Schule mit dem Karlsruher Baukonstruktionsbüro von Thomas Halder ihr Schieferdach zurück. Gemeinsam geht es weiter – an der Fassade.

Nach sorgfältigem Prüfen diverser Schichten sollen etwa die Terrakottafarbe im oberen (Fries) und der Natursandstein im unteren Bereich (Sockel) für das ursprüngliche Erscheinungsbild zurückgewonnen werden. Lose Teile werden entfernt und ersetzt. „So nah am Original wie möglich“, betonte Bürgermeister Michael Obert vor Ort einen Grundsatz des Respekts, in diesem Fall gegenüber dem späten 19. Jahrhundert.

Kälter als fünf Grad darf es zum Wohle des Materials nicht sein, also besteht die Baustelle wohl 2018 noch. Ohnehin bleibt die Schule wie viele andere Lern- und Lebensgebäude auf der schier endlosen To-do-Liste. Erst bei der Arbeit wird der Aufwand sichtbar, erklärte HGW-Leiterin Anne Sick.

Beiertheims besonders inklusiv ausgerichtete Grundschule erhielt einen Aufzug. Rund fünf Millionen Euro flossen insgesamt in 30 Maßnahmen zur Beseitigung von Bauschäden, für Brandschutz, Toilettensanierungen sowie barrierefreie Nutz- und Erreichbarkeit. Weitere 3,5 Millionen Euro kommen anderen öffentlichen Gebäuden zugute, so der Städtischen Galerie zur ersehnt besseren Ausleuchtung (LED) der Exponate. -mab-

 
 

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