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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 22. September 2017

Stadtentwicklung: Bürgerdialog Alt-Knielingen

ALT-KNIELINGEN IST SANIERUNGSGEBIET: Das Areal zwischen Rheinbrückenstraße und Alb soll eine Aufwertung erfahren. Archivfoto: Knopf

ALT-KNIELINGEN IST SANIERUNGSGEBIET: Das Areal zwischen Rheinbrückenstraße und Alb soll eine Aufwertung erfahren. Archivfoto: Knopf

 

Info-Veranstaltung zum neuesten Sanierungsgebiet / Stadtteilkern soll durch Modernisierung deutlich attraktiver werden

Gut besucht war die Auftaktveranstaltung zum Sanierungsgebiet Alt-Knielingen Ortskern kürzlich im evangelischen Gemeindehaus. Bürgermeister Michael Obert, Sybille Rosenberg (Stadtplanungsamt) und das Planungsbüro Werk-Plan erläuterten das Vorhaben und zeigten Wege zur privaten und öffentlichen Modernisierung auf.

Karlsruhe hat mit der Aufnahme des Sanierungsgebiets in das Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ einen weiteren Schritt zur qualitätvollen Stadtentwicklung genommen. Nun gelte es, durch Modernisierungsmaßnahmen ein attraktives Wohnumfeld zu schaffen. Im Bürgerdialog erhielten Anwohner die Möglichkeit, Ideen einzubringen. Zudem stellte die Hochschule Karlsruhe ihr Reallabor „GO Karlsruhe“ (experimentelle Gestaltung des Straßenraums) vor.

Für die Maßnahmen stehen 4,5 Millionen Euro für das 28 Hektar große Areal zwischen Rheinbrückenstraße und Alb zur Verfügung, erklärte Rosenberg. Zu den Projekten zählen die Aufwertung des Elsässer Platzes, die Neugestaltung des Umfelds der evangelischen Kirche. „Ganz wichtig: Für private Modernisierungsmaßnahmen wie Austausch von Fenstern, Ersetzung alter Heizsysteme oder Barrierefreiheit, die bezuschusst werden, muss dies mit der Stadt abgestimmt und vertraglich geregelt werden“, machte die Stadtplanerin deutlich. Zu Beginn gibt es jeweils ein kostenloses Info-Gespräch zur Mängelbeseitigung.

Es gehe bei dem Programm sowohl um die individuelle Sanierung der Häuser als auch um die Aufwertung des Stadtbilds. Bürger können neben dem Zuschuss auch ein KfW-Darlehen beantragen. Konkrete Ideen für den Elsässer Platz stellte Michael Heger (Werk-Plan) vor. „Das ist ein zentraler Platz mit wenig Aufenthaltsqualität. Mit einer größeren Fläche, Pflanzungen, einem Café, mehr Radabstellplätzen und weniger zugeparkten Parkflächen könnte sich der Platz neu entfalten.“ Für Kirche und Saarlandstraße stellen sich die Planer ebene Flächen (statt Bordsteinen) für alle Verkehrsteilnehmer vor und Natursteinpflaster statt Asphalt, wie man es oft in der Südpfalz sieht. Vor allem an Fragen der Finanzierung und konkreter Einzelmaßnahmen waren die Bürger interessiert. -voko-

 
 

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