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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 22. September 2017

Tag der offenen Baustellen und Theaterfest: Kathedralenartige Größe

IN DIE TIEFE begaben sich zahlreiche Besucher des Tags der offenen Baustellen. Die Massen, die sich so im künftigen Halt Kongresszentrum bewegten, können ihn in ein paar Jahren per U-Bahn erreichen. Foto: Knopf

IN DIE TIEFE begaben sich zahlreiche Besucher des Tags der offenen Baustellen. Die Massen, die sich so im künftigen Halt Kongresszentrum bewegten, können ihn in ein paar Jahren per U-Bahn erreichen. Foto: Knopf

IN EINEN FAUCHENDEN LÖWEN verwandelte sich Julia (8) beim Theaterfest dank des großen Kostümfundus‘. Foto: Knopf

IN EINEN FAUCHENDEN LÖWEN verwandelte sich Julia (8) beim Theaterfest dank des großen Kostümfundus‘. Foto: Knopf

 

Blick auf Fortschritt der Kombilösung und hinter Kulissen

Gleich zwei Großveranstaltungen lockten die Karlsruher am Samstag scharenweise in die Innenstadt. Entlang ihrer Nord-Süd-Achse erhielten zum einen die Besucher des Tags der offenen Baustellen einen Überblick über den Fortgang der U-Bahn-Arbeiten direkt vor Ort im Untergrund. Zum anderen begrüßte das Badische Staatstheater mit seinem Theaterfest Kulturinteressierte zum Auftakt der neuen Spielzeit.

„Willkommen im Wohnzimmer von Karlsruhe. Hier finden spannende Debatten und Kultur zusammen“, sagte Intendant Peter Spuhler. Dies griff der scheidende Erste Bürgermeister, Kulturdezernent Wolfram Jäger, in seinen Grußworten auf und bezeichnete das Theater nicht nur als Wohnzimmer, sondern gar als Herz von Karlsruhe. „Die Politik hat viel Sympathie für das Staatstheater. Ich hoffe auf eine gute Auslastung und eine tolle Spielzeit.“ Weniger um das große Ganze als um den Moment des Glücks ging es für die achtjährige Julia. Die verwandelte sich nämlich dank des Kostümfundus in einen wilden Löwen. „Das ist echt cool“, meinte das Mädchen, das schon einmal bedrohlich zu fauchen anfing.

Beim Theaterfest wurde Einiges geboten wie: Kostproben der neuen Stücke, Führungen durch die Werkstätten, Kindertanzworkshop, offenes Training des Balletts. Auch Ausschnitte der Volkstheater-Inszenierung „Inschrift Heimat“ wurden aufgeführt. Die Protagonisten mischten sich dafür mit Hirschgeweih-Masken unter das Publikum. Ortswechsel einige Schritte weiter zum Marktplatz: Enorm war der Andrang bei den künftigen unterirdischen Haltestellen der Kombilösung im Stadtkern, rund 16000 Besucher wagten sich neugierig in den Untergrund.

„Wir möchten, dass sich die Bürger selbst ein Bild vom Baufortschritt-machen können. Die Szenerie ist nicht mehr zu vergleichen mit dem Tag der offenen Baustelle vor einem Jahr“, betonte Achim Winkel, Pressesprecher der Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft. So erfuhren Interessierte, dass die größte Station Marktplatz 100 Meter lang, 28 breit und 11 hoch ist. Speziell von den Dimensionen waren viele beeindruckt. „Das hat ja fast etwas von einer Kathedrale, die Deckenhöhe ist beeindruckend“, äußerte Florian, der sich zuvor den Film über die künftige U-Bahn ansah. Andreas Einhardt aus Linkenheim, selbst in der Baubranche tätig, meinte: „Die Technik ist schon sehr ausgereift. Das sieht gut aus.“

Natürlich war auch Maskottchen „Kombi-Karle“ vor Ort. Der machte Handshake mit den Kleinen, für die oben, wo es allgemein vieles Hilfreiche und Informative gab, eigens eingerichtete Kinderbaustelle. Nicht weniger groß war der Andrang am Halt Kongresszentrum unter der Ettlinger Straße. Dank farblicher Illuminationen fanden die Besucher schnell ihren Weg innerhalb des Rohbaus unter Tage. Rund 18000 Kubikmeter Erde mussten für den Bau bewegt werden. „So groß hätten wir uns das echt nicht vorgestellt“, sagte ein Pärchen aus Waldbronn, stimmte in den Chor der von den Dimensionen Beeindruckten ein.

Infos zum aktuellen Baugeschehen auf diekombiloesung.de.
-voko-

 
 

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