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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 20. Oktober 2017

Beratung: Ruf die Cyberwehr

WEHRHAFTE IT-SICHERHEIT war Thema des Cyberwehr-Gipfels im ZKM. Auch Innenminister Thomas Strobl sprach. Foto: Wirtschaftsrat

WEHRHAFTE IT-SICHERHEIT war Thema des Cyberwehr-Gipfels im ZKM. Auch Innenminister Thomas Strobl sprach. Foto: Wirtschaftsrat

 

Landesweite Beratungsstelle wird in Karlsruhe aufgebaut

Täglich 380.000 neue Schadprogramme und eine steigende Anzahl von Schwachstellen in Systemen und Programmen - Dirk Fox, CyberForum-Vorstand und Initiator der Karlsruher IT-Sicherheitsinitiative KA-IT-Si, konstatierte beim jüngsten Cyberwehr-Gipfel in Karlsruhe einen Trend hin zu immer professionelleren und gezielteren Angriffen. Auch kleine und mittlere Unternehmen würden immer häufiger Opfer von Cyberkriminalität.

Da kam die Nachricht von Thomas Strobl, dass im Januar die Cyberwehr Baden-Württemberg in Karlsruhe ihre Arbeit aufnehmen soll, gerade richtig. Nach einer ersten Pilotphase von 15 Monaten wird die Beratungsstelle dann in der Fläche verankert. Die Cyberwehr soll für Unternehmen jederzeit telefonisch erreichbar sein, um im IT-Notfall erste Hilfe zu bieten, qualifizierte und geprüfte Experten zu vermitteln und zur Prävention von Vorfällen beizutragen. Dabei soll sie unter anderem eng mit dem Landeskriminalamt, dem Landesamt für Verfassungsschutz und dem FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie zusammenarbeiten.

"Die Wahl des Standorts ist dabei kein Zufall", so der Innenminister, sei doch Karlsruhe "ein Leuchtturm und die Digitalisierungshauptstadt Baden-Württembergs". Das Bundesland insgesamt, sagte Thomas Strobl, solle international der Top-Standtort für Cyber-Sicherheit werden.

Rund 250 Interessierte waren vergangene Woche ins Zentrum für Kunst und Medien gekommen, um sich im Rahmen des von Wirtschaftsrat, Wirtschaftsjunioren Karlsruhe und CyberForum organisierten Gipfels über "Wehrhafte IT-Sicherheit" zu informieren. Im Fokus stand die Frage, wie Staat, Wirtschaft und Gesellschaft angesichts der zunehmenden Anhängigkeit von IT und der vielfältigen Bedrohungen handlungsfähig bleiben können. Ein Geschäftsführer etwa berichtete, dass er sein Unternehmen immer als sicher eingeschätzt habe - bis es angegriffen wurde. Nun kümmere sich das Unternehmen regelmäßig und präventiv um die eigene Sicherheit und die Schulung seiner Mitarbeiter. -red-

 
 

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