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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 20. Oktober 2017

Hugo-Häring-Preis: Wieder verliehen

BUZ: Preisverleihung: (v.l.) Caroline Reich (BDA), Jurymitglied Dea Ecker, BM Michael Obert, prämierter Architekt Gunnar Lehmann (für Hebelschule) und Anne Sick, Leiterin Hochbauamt. Foto: Knopf

BUZ: Preisverleihung: (v.l.) Caroline Reich (BDA), Jurymitglied Dea Ecker, BM Michael Obert, prämierter Architekt Gunnar Lehmann (für Hebelschule) und Anne Sick, Leiterin Hochbauamt. Foto: Knopf

 

Nachhaltiges und zukunftsorientiertes Bauen in urbanen Räumen stand am Dienstag in den Räumen der IHK auf der Agenda. Dort verlieh der Bund Deutscher Architekten (BDA) Karlsruhe die renommierte Hugo-Häring-Auszeichnung. Das Besondere: Der Preis geht sowohl an den Architekten als auch den Bauherren für ihr gemeinsames Werk.

Seit 1969 wird die Auszeichnung nur alle drei Jahre vergeben. Die auserkorenen Projekte durchlaufen dabei ein aufwendiges Auswahlverfahren der Jury.

Allen Grund zur Freude hatten Baubürgermeister Michael Obert und Anne Sick, Leiterin des Amts für Hochbau und Gebäudewirtschaft. Denn von den ausgezeichneten zwölf Bauten waren gut die Hälfte städtische Projekte. Die Hebelschule, die Ganztageseinrichtung der Anne-Frank-Schule, die Grundschule am Wasserturm, der Schülerhort Waldschule und die Turmbergterrasse zählten dazu. Des Weiteren wurden beispielsweise die Sanierung des Bundesverfassungsgerichts, die Ruheräume im Europabad der Bädergesellschaft oder das Verwaltungsgebäude der Sparkasse Karlsruhe prämiert.

"Wir dürfen mit Recht stolz darauf sein, dass so viele städtische Projekte unter den Preisträgern sind. Gerade konkurrierende Verfahren aus denen sie hervorgingen, sorgen meist für Qualität. Es geht um Räume und Gebäude, die der Zeit standhalten", sagte Obert.

Einordnung in die Umgebung, Funktion, Form und Struktur, so skizzierte Caroline Reich, BDA-Vorsitzende Karlsruhe, die Aufgabe der Architektur. "Einen Beitrag zur Entwicklung des Bauens zu leisten, war mit einer der Kriterien unter denen die Jury die Projekte bewertete", führte sie fort. Speziell die gemeinsamen Anstrengungen von Bauherren und Planer seien besonders gewürdigt worden.

Karlsruhes IHK-Chef Wolfgang Grenke betonte welch enorme Bedeutung die Architektur für die Identität einer Region habe. Für Karlsruhe und seine badische Umgebung nannte er hier beispielhaft Friedrich Weinbrenner. "Alle Preisträger setzten regionale Akzente, dazu gratuliere ich ihnen", so Grenke. Zudem sprach Jury-Mitglied Wolfgang Bachmann, der auf süffisante Weise Architektur, das oft fehlende Wissen darum oder das Verhältnis von Bauherr und Architekt beschrieb, ehe die zwölf Siegerprojekte drankamen. -voko-

 
 

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