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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 20. Oktober 2017

Kultur: Beats oder Parkour

ARTISTISCH geht es bei der neuen Trendsportart Tricking zu, jüngst zu erleben beim Jugendfestival des Stadtjugendausschusses. Foto: pr

ARTISTISCH geht es bei der neuen Trendsportart Tricking zu, jüngst zu erleben beim Jugendfestival des Stadtjugendausschusses. Foto: pr

 

Große Breite der Jugendkultur beim Festival 76respect

Unter dem Motto "Jugend-Macht-Kultur" war dank eines rund 2 000-köpfigen Publikums die dritte Auflage des Festivals "76respect" die bisher erfolgreichste. Letzten Freitag und Samstag zeigten die Jugendhäuser des Stadtjugendausschusses (stja) in 16 Veranstaltungen Jugendkultur in großer Vielfalt.

Wie breit diese Jugendszenen der Fächerstadt inhaltlich aufgestellt sind, zeigte sich auch bei einem Streifzug, den die ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder und Gemeinderäte an beiden Tagen zu einzelnen 76respect-Orten unternahmen. Der NCO-Club in der Nordstadt, das Jugendhaus Nordweststadt, der Aktionspark im Otto-Dullenkopf-Park oder das Blaue Haus im Hagsfelder Quartier Geroldsäcker waren fest in der Hand sport- und bewegungs-begeisterter junger Menschen.

Vor allem körperlich anspruchsvolle Trendsportarten wie Parkour und Tricking haben in den vergangenen Jahren enorm Zulauf erhalten. Ohne Hilfsmittel wird dabei versucht, Barrieren zu überwinden, von Stange zu Stange zu kommen oder besonders kunstvolle Figuren zu springen - oft untermalt mit Rap- und HipHop-Musik. Auch der E-Sport und andere virtuelle Spielwelten haben längst eine Heimat beim stja gefunden - bei-spielsweise bei der Gamers Night im Jugendhaus in der Oststadt. Doch auch die Musikfans kamen gleich an mehreren Standorten mit Live-Konzerten auf ihre Kosten.

Und die gute alte Party ist immer noch angesagt. Etwa als Multi-Kulti-variante im Jugendhaus Waldstadt, zu Balkan-Beats wurde in Neureut getanzt. Eine der neuesten Einrichtungen des stja, das queere Jugendzentrum "La ViE", hatte zu einer "Queeren Filmnacht" eingeladen. Rudi Kloss, zuständig für die Offene Jugendarbeit beim stja, bilanzierte: "Das besonders Wertvolle bei den 76respect-Events ist, dass Jugendliche hier nicht nur als Konsumenten im Mittelpunkt stehen, sondern selbst aktiv sind". So erlebten sie, was durch eigenes Engagement bewirkt werden könne und seien nicht nur an diesem Abend erkennbar stolz darauf. -dis-

 
 

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