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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 20. Oktober 2017

Verkehr: Ganz oder gar nicht

Nordtangente: Regionalverband verschiebt Entscheidung

Mit dem Antrag der Stadt Karlsruhe, die Freihaltetrasse für die Nordtangente-West zwischen der B36 und Linkenheimer Landstraße/L605 aus dem Regionalplan herauszunehmen, beschäftigte sich in der letzten Woche der Planungsausschuss des Regionalverbandes.

Eine endgültige Entscheidung wurde dabei nicht getroffen. Als Grund hatte die Stadt Herausnahme des Teilstücks der Nordtangente aus dem Bundesverkehrswegeplan (BVWP) angeführt.

"Wir erwarten von der Stadt Karlsruhe eine Positionierung zu den weiteren Teilabschnitten der Nordtangente und haben Sie daher um eine ergänzende Stellungnahme gebeten", erklärte der Verbandsvorsitzende Landrat Dr. Christoph Schnaudigel. Es handelt sich dabei konkret um den sogenannten Hardtwalddurchstich, der nicht mehr im BVWP enthalten ist, der zwischenzeitlich stattdessen verfolgte sogenannte "Hängebauch" und die im Plan ebenfalls nicht mehr vorhandenen Abschnitte Theodor-Heuss-Allee/Haid-und-Neu-Straße sowie Haid-und-Neu-Straße/Elfmorgenbruchstraße. Auch die Parallelführung zur bestehenden Rheinbrücke ist nicht mehr im BVWP enthalten und könnte daher auch aus dem Regionalplan herausgestrichen werden.

"Wir möchten im Regionalplan kein Stückwerk haben", so Verbandsdirektor Gerd Hager, "wenn, dann müssten auch die anderen Abschnitte der Trasse für die Nordtangente konsequenterweise aus herausgenommen werden." Sollte die Freihaltetrasse für die Nordtangente aus dem Regionalplan herausgenommen werden, bedeute dies nach Ansicht des Verbandsvorsitzenden keinesfalls eine pauschale Freigabe der Fläche. "Für uns ist es selbstverständlich, dass die Herausnahme der Trasse kein Freibrief für eine Siedlungserweiterung in diesem Bereich ist", so Schnaudigel. -red-

 
 

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