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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 24. Februar 2017

Kultur: Gute Umsätze bei „art“

„A NEW HOUR“: Ganz entspannt scheint das vom chinesischen Künstler Luo Li Rong modellierte Wesen den Kunstbetrieb zu betrachten. Foto: Fränkle

„A NEW HOUR“: Ganz entspannt scheint das vom chinesischen Künstler Luo Li Rong modellierte Wesen den Kunstbetrieb zu betrachten. Foto: Fränkle

ART-PREIS: Neringa Vasiliauskaite und EB Wolfram Jäger. Foto: Fränkle

ART-PREIS: Neringa Vasiliauskaite und EB Wolfram Jäger. Foto: Fränkle

 

Neringa Vasiliauskaite erhielt Karlsruhe-Preis

Zur „art“ Karlsruhe strömten in fünf Tagen rund 50.000 Besucher. Die Umsätze stimmten, Galeristen und Gäste zeigten sich begeistert. „Die intensive Arbeit des Beirats trägt Früchte“, bilanzierte Messechefin Britta Wirtz. Das Angebot überzeuge zunehmend mehr Interessierte aus dem Ausland, und auch deutsche Kunstfreunde nähmen weitere Anreisewege auf sich.

Ewald Karl Schrade war als Kurator ebenfalls zufrieden, die „art“ habe die Kunstwelt auf Karlsruhe blicken lassen und erneut „dem privaten Sammeln“ gehuldigt. Ein Schwerpunkt der 14. Ausgabe der Verkaufsschau galt französischer Kunst und dem Illustrator und Karikaturisten Tomi Ungerer mit Arbeiten aller Schaffensphasen und Techniken aus der Sammlung Würth.

Der von Stadt und Land gestiftete zehnte „art“-Karlsruhe-Preis für die überzeugendste Einzelpräsentation ging an Neringa Vasiliauskaite und ihre Galerie Smudajescheck. Die litauische Künstlerin arbeitet mit Spiegelflächen. Während sich der Betrachter zwischen ihnen bewege, entstünden „opalisierende Effekte“, die den Arbeiten „eine surreale Aura“ verliehen, heißt es in der Begründung der Jury.

Zugleich reflektierten die Flächen „in ihrer hyperperfekten Coolness“ eine Gesellschaft, in der sich der Einzelne „in einer von glatter Hightech-Ästhetik geprägten Umgebung zu fortlaufender Selbstvervollkommnung genötigt fühlt“. Die 15000 Euro Preisgeld fließen in den Ankauf von Werken für die „art Karlsruhe Collection“ der Städtischen Galerie. Was sonst „zwangsläufig nur ein Glanzpunkt für wenige Tage sein kann, wird auf diese Weise dauerhaft für die Öffentlichkeit bewahrt“, zeigte sich Kulturbürgermeister Wolfram Jäger erfreut. -red-/-maf-

 
 

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