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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 24. Februar 2017

Kunigunde-Fischer-Weg: Politische Pionierin

KUNIGUNDE-FISCHER-WEG: OB Mentrup (l.) enthüllte gemeinsam mit Fischers Enkeln Margarete und Albert Kleiber das Schild. Foto: Fränkle

KUNIGUNDE-FISCHER-WEG: OB Mentrup (l.) enthüllte gemeinsam mit Fischers Enkeln Margarete und Albert Kleiber das Schild. Foto: Fränkle

 

Weg in der Südstadt-Ost nach Kunigunde Fischer benannt

Zu ihrem 50. Todestag wurde am Dienstag ein Weg in der Südstadt-Ost nach der SPD-Politikerin Kunigunde Fischer benannt. Sie sei nicht nur für die Karlsruher Sozialdemokratie, sondern auch für die Kommunal- und Landespolitik prägend gewesen, betonte Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup bei der Enthüllung des Straßenschilds.

„Ihr Wunsch, sich sozial zu engagieren, zog sich wie ein roter Faden durch ihr ganzes Leben, wobei ihr vor allem die Armen- und Kinderfürsorge am Herzen lag“, fügte Mentrup hinzu. Die gebürtige Fränkin zog nach ihrer Heirat 1904 in die Karlsruher Südstadt und trat kurz darauf der SPD bei. 1919 wurde sie zur Stadträtin gewählt und zog als einzige Sozialdemokratin in den Badischen Landtag ein.

Während dieser Zeit war sie maßgeblich am Aufbau des Karlsruher Ortsausschusses der Arbeiterwohlfahrt (AWO) beteiligt und wurde deren Vorsitzende. Auch eine Inhaftierung in der Zeit des Nationalsozialismus ließ die Umtriebige nicht von ihren Überzeugungen abrücken, so Mentrup. Nach Kriegsende engagierte sie sich wieder bis 1959 im Gemeinderat. Für ihr politisches und soziales Engagement erhielt Kunigunde Fischer 1957 das Bundesverdienstkreuz und 1965 als erste Frau die Ehrenbürgerwürde der Stadt Karlsruhe. -cri-

 
 

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