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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 24. Februar 2017

Regionalverband: Weiterdenken in die Region

Räumliches Leitbild von Karlsruhe als Grundlage

Karlsruhes aktuelles räumliches Leitbild braucht ein regionales Pendant. So könnte das Fazit aus der Diskussion lauten, wie sie im Planungsausschuss des Regionalverbands Mittlerer Oberrhein (RVMO) in der vergangenen Woche geführt wurde, nachdem die Leiterin des Stadtplanungsamts, Prof. Dr. Anke Karmann-Woessner, die Methoden und die Ergebnisse der Entwicklung des räumlichen Leitbildes der Stadt vorgestellt hatte.

. „Die Region ist ein wichtiger Resonanzboden für solche Ideen und Impulse. Gerade was die Entwicklung von Wohnraum oder Gewerbeflächen angeht, bedarf es künftig verstärkt regionaler Zusammenarbeit“, unterstrich Verbandsdirektor Gerd Hager. Die Trends der räumlichen Entwicklung und die im Leitbild diskutierten planerischen Fragestellungen greifen weit über die Stadtgrenzen in die Region hinaus – Tenor der Mitglieder des Planungsausschlusses.

Das Schaffen von Wohnraum und Flächen für Gewerbe gehöre zu den Planungsaufgaben, die nur im Zusammenspiel zwischen Stadt und Region bewältigt und gelöst werden könnten. Die Stadt komme baulich an ihre Grenzen. Der erste Ring um Karlsruhe mit den Städten Stutensee und Rheinstetten und Gemeinden wie Eggenstein-Leopoldshafen, übernehme viele Funktionen der Kernstadt, etwa in den Bereichen Wohnen, Freizeit und Arbeit.

Ein gemeinsames Standortmarketing oder eine engere Zusammenarbeit beim Ausbau der Verkehrsinfrastruktur wären darum offen zu erörtern als Basis einer konstruktiven Debatte. Das Leitbild bilde damit auch einen Anknüpfungspunkt, um diese grundsätzlichen Orientierungen in Planungsentscheidungen in der Region einbeziehen zu können. „Der RVMO wird diesen Impuls aufnehmen und nach den zehn Fragen an Karlsruhe weitere zehn Fragen aus der Region formulieren“, kündigte Hager entschlossen an. -red-/-fis-

 
 

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