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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 24. Februar 2017

Veranstaltungsstätten: Europahalle wieder aufwerten

DIE EUROPAHALLE soll nach der Sanierung wieder für Sportveranstaltungen mit bis zu 4.800 Personen nutzbar sein. Foto: Fränkle

DIE EUROPAHALLE soll nach der Sanierung wieder für Sportveranstaltungen mit bis zu 4.800 Personen nutzbar sein. Foto: Fränkle

 

Nutzung nur für Sportveranstaltungen / Bedarf für weitere Veranstaltungsflächen

Vor einem Jahr beauftragte der Gemeinderat die Verwaltung, eine Analyse der Karlsruher Veranstaltungsstätten und ein Konzept zur Nutzung der Europahalle zu erarbeiten. Die Ergebnisse, die der Gemeinderat am 14. März beraten wird, stellten diesen Montag vorab Finanzbürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz und Sportbürgermeister Martin Lenz bei einer Pressekonferenz vor.

Schon bald nachdem die Europahalle im Juni 2014 aus brandschutztechnischen Gründen für Konzerte und Großveranstaltungen aus dem Verkehr gezogen werden musste, sei klar geworden, dass sie nicht mehr in ihre frühere Funktion als „Halle für alle Fälle“ zurückgeführt werden könne, hielt Bürgermeisterin Luczak-Schwarz fest. Zurzeit werde die Europahalle von neun Schulen sowie 23 Sportvereinen und -gruppen genutzt und sei damit voll ausgelastet.

Für eine dauerhafte Nutzung der 1983 in Betrieb genommenen Halle allein für den Schul- und Vereinssport sowie fürs Leichtathletiktraining seien 9,15 Millionen Euro (3,4 Millionen für Brandschutz, 4,9 Millionen für Modernisierung und 0,85 Millionen fürs Hallendach) zu investieren. „Viel Geld für wenig Ergebnis“, favorisiert die Bürgermeisterin unter den vielen angedachten und geprüften Alternativen eine Variante mit einem Kostenrahmen von 21,1 Millionen Euro, die Publikumsveranstaltungen bis maximal 4.800 Personen möglich macht.

Dabei wären Boxen und Ringen mit bis zu 3.500 Zuschauern ebenso denkbar wie Basketball, Volleyball und Handball bis hin zu Liga-Spielen in den ersten drei Ligen. Während Turnveranstaltungen bis maximal 2.500 Personen und damit auch wieder die BTB-Turngala durchführbar wären, könnten auch in Zukunft Leichtathletik-Events wie das Indoor-Meeting und Hallen-DM/-EM nicht mehr dort ausgetragen werden. „Mit der Sanierung ist keine Neubauqualität zu erreichen und die jetzigen Nutzer müssen Einschränkungen hinnehmen“, unterstrich Luczak-Schwarz.

Sport steht dahinter

„Klar ist, wir wollen die Europahalle am Start halten“, sieht Bürgermeister Lenz das Bauwerk als „Symbol der sportbegeisterten Stadt“, das auch nach dem Willen der Sportvereine und -verbände wieder für größere Sportveranstaltungen geöffnet werden soll: „Die Europahalle ist nur ein wichtiges Element.“ Mit Verweis auf Sportentwicklungsplan und andere Städte wie Mannheim betonte Lenz das Fehlen weiterer Hallenflächen. Daher schlage die Verwaltung neben der Sanierung der Europahalle eine Machbarkeitsstudie für den Bau einer weiteren Ballsporthalle für bis zu 3.000 Personen vor.

Im Bereich kommerzielle Kultur, Konzerte und Event sieht Bürgermeisterin Luczak-Schwarz zudem einen weiteren Bedarf, weil die Schwarzwaldhalle nicht mehr den Anforderungen der Veranstalter entspreche, es der dm-Arena an Ausstattung fehle und auch im Umland keine Ausweichmöglichkeiten bestünden. Eine weitere Machbarkeitsstudie werde daher für den Bau einer multifunktionalen Großveranstaltungshalle für bis zu 8.000 Personen empfohlen. „Wir wollen ohne das Schwert der Finanzierung an die Sache herangehen“, will die Finanzbürgermeisterin erst ein Paket schnüren. Danach seien die Entscheidungen zu treffen, wie und was und in welchen Schritten umgesetzt werden könnte. -fis-

 
 

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