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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 26. Januar 2018

Stadtentwicklung: Silhouette gesamtstädtisch steuern

Ausschuss: Höhenkonzept für Karlsruhe/Erarbeitung im Dialog mit Öffentlichkeit

Sind Hochhäuser sinnvoll und wenn ja: Wo könnten Hochpunkte gesamtstädtische Vorteile bieten? Welche Kriterien bedarf es, damit Hochhäuser zu Karlsruhe passen?

Angesichts der innerstädtisch gebotenen Nachverdichtung will die Stadt mit einem Höhenentwicklungskonzept das Verdichtungspotenzial für die Innenentwicklung konkretisieren und das Bauen in die Höhe planerisch steuern.

In nichtöffentlicher Sitzung sprach sich der Planungsausschuss letzte Woche unter Vorsitz von Bürgermeister Michael Obert einstimmig für einen gesamtstädtischen Blick auf Aspekte einer vertikalen Innenentwicklung aus. Hierzu beauftragt die Verwaltung eine Planungsgemeinschaft, die das strategische Grundsatzpapier im Dialog mit der Öffentlichkeit erarbeiten soll. Den Prozess begleitet ein Expertengremium aus städtischen sowie externen Fachleuten. Welches der vier nach einem Vor-Auswahl­verfahren in die engere Wahl gekommenen Büros zum Zuge kommt, entscheidet es im Februar.

Erste Ergebnisse zu Analyse und Konzeptplan werden in einem öffentlichen Workshop im Sommer vorgestellt. Das Konzept zur Stadt-Silhouette soll vorhandene Leitbilder und Entwicklungskonzepte unterfüttern. Denn Klimaanpassungsplan, Verkehrsentwicklungsplan, Dichtekonzept und nicht zuletzt das historische Erbe der Fächerstadt legen nahe, sich mit den Aspekten einer höheren städtebaulichen Ausnutzung und Verträglichkeit auseinanderzusetzen. So enthält etwa das Räumliche Leitbild den Auftrag, ein Hochhauskonzept "zur Inszenierung der Stadteingänge" zu erarbeiten. Auszuloten sei zudem, wie über eine hohe Bebauung ein Mehrwert für die Allgemeinheit generiert werden kann.

Die Studie soll Potenzialflächen für eine höhere städtebauliche Ausnutzung durch Aufstockung, höhere Gebäude oder Hochhäuser aufzeigen. Dabei gelte es, den Hochhausbegriff - laut baurechtlicher Definition Gebäude ab 22 Meter - für verschiedene Standorte zu präzisieren. Das Konzept soll auch Ta­bu­bereiche definieren. So sollen durch das Herunterbrechen auf Teilräume wesentliche klimatische, soziale, freiraumplanerische und wirtschaftliche sowie verkehrliche Aspekte und deren Zusammenwirken deutlich werden. Für die Entwicklung des Höhenentwicklungsplans sind rund eineinhalb Jahre vorgesehen. Er wird vom Ge­mein­derat als Rahmenplan beschlossen und ist dann Zielvorgabe für alle folgenden Bebauungspläne. Gerade für Investorengespräche gibt er vor Schaffung eines Baurechts die Richtschnur vor. -rie-

 
 

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