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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 5. Januar 2018

Kombilösung: Sichtbare und wichtige Veränderungen

IN BEIDE RICHTUNGEN wieder gut, teils neu gestaltet für alle Arten von Verkehrsteilnehmern nutzbar: die Ettlinger Straße. Foto: KASIG

IN BEIDE RICHTUNGEN wieder gut, teils neu gestaltet für alle Arten von Verkehrsteilnehmern nutzbar: die Ettlinger Straße. Foto: KASIG

 

Start in Kriegs-, Ziel unter Karl-Friedrich-Straße

Ehe die Arbeiten zur Realisierung der Kombilösung ab nächster Woche wieder volle Fahrt aufnehmen, gilt es, zu bilanzieren, was 2017 bis zuletzt brachte. So kann sich seither - mit Spatenstich im April - die Karlsruher Schieneninfrastruktur Gesellschaft (KASIG) als Bauherrin der Kombilösung endlich auch deren zweitem großen Teilprojekt uneingeschränkt annehmen.

Der Umbau der Kriegsstraße umfasst die Errichtung einer oberirdischen Gleistrasse - zur Entlastung des öffentlichen, künftig unterirdischen Nahverkehrs in der Kaiserstraße - und eines darunter liegenden Autotunnels. Seit die von Anfang an vereinbarte Teilfinanzierung durch den Bund endgültig geklärt werden konnte, laufen die bis Ende 2021 terminierten Arbeiten und befinden sich nach wie vor im Zeitplan. Neun Baufelder wurden vorbereitet, um nächstes Jahr bebaut zu werden. Im Baufeld W2 zwischen Lamm- und Ritterstraße, um ein Beispiel des Fortschritts herauszugreifen, wurde die Dichtigkeit der Baugrube gegen das Grundwasser per Pumpversuch überprüft. So kann schon in den ersten Tagen dieses Jahres der weitere Aushub vonstatten gehen.

Ende Oktober wurde das letzte Teilstück der Tunnelröhre unter der Karl-Friedrich-Straße betoniert: Die Errichtung des Südabzweigs als unterirdische Via Triumphalis ist ein weiterer Meilenstein. Ferner konnte der Rohbau der unterirdischen Haltestellen Durlacher Tor und Kongresszentrum vollendet werden, womit dort der Innenausbau erfolgt. Der soll noch dieses Jahr in allen Stationen begonnen und Ende 2019 abgeschlossen werden. Zuletzt schließt so im Sommer der Halt Ettlinger Tor auf. Dort gehen zunächst noch die Abbrucharbeiten für die massiven Einbauten des beendeten Druckluftvortriebs unter der Karl-Friedrich-Straße weiter voran. Erst dann können Stations-wände, Treppenabgänge und die noch fehlende Zwischenebene hergestellt werden.

Zwischen den einzelnen Haltestellen erfolgt in den nächsten Wochen auch noch der abschließende Bau der Randwege: mit integrierten Kabelleerrohren für die Sicherheits- und Lichtleitungen. Oberirdisch schon längere Zeit nahezu fertiggestellt sind das westliche - Mühlburger Tor und Kaiserplatz - sowie das östliche Ende der Kombilösung mit der Durlacher Allee. Auch auf dem und rund um den Marktplatz sowie in der Ettlinger Straße zog und zieht sich das sichtbare Geschehen weitestgehend aus dem Straßenbild zurück. Zwischen Augartenstraße und Kreuzung Ettlinger/Baumeister- beziehungsweise Hermann-Billing-Straße gibt es wieder zwei getrennte Richtungsfahrbahnen für Autos, Radfahrerführung und nagelneue Gehwege. Die sonst in der Straßenmitte verlaufenen Gleise sind nicht zurückgekehrt. Der gewonnene Platz konnte für mehr Grün und dafür genutzt werden, die Fahrspur stadteinwärts teils in größerem Abstand zu den Häusern zu führen. red-/-mab-

 
 

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