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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 6. April 2018

Neureut: Ein Ort für Schwalben

EIN SCHWALBENHAUS bietet in Neureut Brutplätze. Foto: Fränkle

EIN SCHWALBENHAUS bietet in Neureut Brutplätze. Foto: Fränkle

 

Initiative von Grünen, NABU und Ortsverwaltung

Die Schwalben sollen in Neureut bleiben. Deshalb bauten die Ortsverwaltung und der Naturschutzbund (NABU) ihnen auf der Grünfläche Ecke Kirchfeld- und Theodor-Fontane-Straße in vier Metern Höhe ein Haus mit einer 1,50 mal 1,50 Meter großen Nistplattform mit zwölf Doppelnestern sowie Brutmöglichkeiten für Fledermäuse im Dach.

Die Grünen hatten den Wunsch in den Ortschaftsrat eingebracht und "alle waren hell begeistert", freute sich Ortsvorsteher Achim Weinbrecht. Gebaut hat es Zimmerer Uwe Ratzel mit tatkräftiger Unterstützung Klaus Gladhorns vom Neureuter Bauamt. Finanziert wurde es von Bürgern, Nabu-Mitgliedern und die Stiftung des Landesnaturschutzverbandes. Jetzt hoffen alle, dass die an Gebäuden brütenden Mehlschwalben und die sonst fliegenreiche Ställe bevorzugenden Rauchschwalben das neue Domizil, das sie mit einer Klangattrappe lockt, annehmen.

Gewählt wurde der Ort, weil es an den umliegenden Häusern noch vereinzelt Nester gibt und man drauf vertraut, dass sich das Angebot unter den Vögeln "herumspricht". Denn, so Artur Bossert vom NABU, "die insektenvertilgenden Schwalben finden immer weniger Brutplätze". Gründe sind etwa Insektizide in der Landwirtschaft, Versiegelung, fehlende Viehställe und Schlammpfützen oder Entfernen der Nester bei Renovierungen.-cal-

 
 

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