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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 6. April 2018

Natur: Furnier aus dem Bergwald

BEGUTACHTEN DIE ERNTE: Bernd Struck, Ortsvorsteher Rainer Frank, Axel Groh und Klaus Stapf (von links). Foto: Rueß

BEGUTACHTEN DIE ERNTE: Bernd Struck, Ortsvorsteher Rainer Frank, Axel Groh und Klaus Stapf (von links). Foto: Rueß

 

Eiche wird in Hagsfeld zu edlem Holz verarbeitet

"Im Wald bleibt die Zeit stehen", waren sich Bürgermeister Klaus Stapf, Revierförster Bernd Struck und Axel Groh, Geschäftsführer des Hagsfelder Furnier-Unternehmens Schorn & Groh einig.

Gemeinsam besuchten sie kürzlich den Bergwald in Grünwettersbach, um sich über nachhaltige Forstwirtschaft auszutauschen. Denn der zum Schwarzwald zählende Bergwald beherbergt auch Hölzer, die sich zur Furnier-Verarbeitung eignen. Einen tauglichen Stamm konnte die Stadt Karlsruhe denn auch live an den Mann bringen: Mitarbeiter des Forstamts fällten eine Eiche, die inzwischen in Hagsfeld auf ihre Verarbeitung wartet. Hier, im Herzen von Baden, entstanden bei Schorn & Groh bereits Furniere, die heute die Elbphilharmonie in Hamburg oder den internationalen Flughafen in Dubai zieren. Unterdessen haben die Mitarbeiter des Karlsruher Forstamts die Holzernte im Stadtwald Ende März offiziell abgeschlossen.

"Wir bewirtschaften die Kulturlandschaft Wald in Karlsruhe nachhaltig und naturnah", erläuterte Umweltdezernent Stapf. Dazu gehöre auch, Bäume zu fällen anstatt sie absterben zu lassen. "Denn bei der Verrottung von Holz wird CO2 freigesetzt, bei der Verarbeitung etwa zu Furnier bleibt es gespeichert", so Stapf. Insgesamt ist Karlsruhe von 4.600 Hektar Wald umgeben, der etwa zur Hälfte der Stadt und dem Land gehört. "Wir haben also 150 Quadratmeter Wald pro Einwohner", rechnete Stapf aus. Sogar 26 Prozent der Gemarkungsfläche machen die "Grüne Lunge" der Fächerstadt aus. Wer mehr über Stadtwald, Holzwirtschaft und Ökologie erfahren möchte, findet Infos online. -bea-

 

 
 

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