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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 13. April 2018

Guerilla Gardening: Ein Baum „mit Füßen“

UNSACHGEMÄSSE Pflanzung in der Pulitzstraße. Foto: GbA

UNSACHGEMÄSSE Pflanzung in der Pulitzstraße. Foto: GbA

 

Unbekannte entfernten Walnuss aus Günther-Klotz-Anlage

Gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht, wie sich jüngst bei recht ungewöhnlichem „guerilla gardening“ zeigte. In der Südweststadt „verschönerte“ jemand nicht nur heimlich mit selbstgepflanzten Blumen öffentliches Grün, sondern setzte gleich einen ganzen Baum um.

Zunächst war der zuständige Gärtnermeister ratlos: Am Karl-Wolf-Weg in der Günther-Klotz-Anlage klaffte statt eines im Herbst frisch gepflanzten Walnussbaumes plötzlich ein großes Loch. Man vermutete Vandalismus. Kurze Zeit später fiel einer Landschaftsarchitektin des Gartenbauamts in der Pulitzstraße neben einem Baumstumpf einer im Winter gefällten Pappel ein traurig vor sich hin vegetierendes, völlig unprofessionell  gesetztes Bäumchen auf. Sie fragte bei ihren Kollegen und Kolleginnen nach, keiner wusste wie es dorthin gekommen war.

Erst als der Gärtnermeister, der die Walnuss vermisst hatte, bestätigte, dass es sich in der Pulitzstraße um den verschwundenen Baum handelte, kam der Verdacht auf, dass dort jemand eigenmächtig die Pappel ersetzt hatte. Das wäre „fast lustig“, so Gartenbauamtschefin Cornelia Lutz, wenn der Baum nicht schwer am Wurzelballen geschädigt worden wäre und das Ganze nicht  schon 2.500 Euro gekostet hätte. Sie bittet daher, so etwas nicht zu wiederholen und hofft, dass der Baum überleben wird. -red/cal-

 
 

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