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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 13. April 2018

Independent Days: Fokus auf europäischem Film

TRADITIONSKINO MIT VIEL FLAIR: Die denkmalgeschützte Schauburg in der Südstadt ist wieder Spielort der internationalen Independent Days, Karlsruhes größtem Filmfestival. Foto: Bastian

TRADITIONSKINO MIT VIEL FLAIR: Die denkmalgeschützte Schauburg in der Südstadt ist wieder Spielort der internationalen Independent Days, Karlsruhes größtem Filmfestival. Foto: Bastian

 

Festival zeigt 151 Produktionen unabhängigen Kinos / Award-Gala

Es flimmert und rauscht am Filmstandort Karlsruhe. Zwar zählt die Fächerstadt nicht zu den Hot Spots der Branche, verfügt jedoch über eine „brodelnde, bunte, nervöse und vielfältige Filmszene“ (Kulturamtsleiterin Dr. Susanne Asche) und punktet mit Festivals. Eines davon sind die Independent Days, bei deren 18. Ausgabe vom 18. bis 22. April in der Schauburg 141 Kurz- und zehn Langfilme aus 46 Ländern gezeigt werden.

Der Fokus liegt auf europäischen Filmproduktionen, die Inhalte reichen Problemen in Beziehungen und mit sexueller Identität über den Rechtsruck in der Gesellschaft bis zur massenmedialen Einflussnahme auf das Privatleben. Bei der großen Award-Gala am vorletzten Festivaltag ab 19.30 Uhr, für die sich auch Sängerin Eva Croissant angesagt hat, werden elf Filmpreise im Wert von über 10.000 Euro verliehen - darunter außer dem Publikumspreis „Die Goldene ID 2018“ auch der Female Award für die beste weibliche Regiearbeit, beide Auszeichnungen stiftet die Stadt Karlsruhe.

Premiere hat der dokumentarische Kurzfilm „#GirlPower“, der unter anderem danach fragt, was die selbstbewusste Frau von heute ausmacht und exemplarisch fünf Frauentypen in den Mittelpunkt rückt. Zudem wird mit „Let´s Dance“ ein Beitrag uraufgeführt, der im Rahmen des 7. Film- & Vision-Schul-Contests mit dem Humboldt-Gymnasium entstanden ist.

Auch das Rahmenprogramm kann sich sehen lassen: Am Eröffnungstag diskutieren um 15.30 Uhr Prof. Carl Bergengruen, Geschäftsführer der MFG Baden-Württemberg, SWR-Redakteurin Katharina Dufner und Tatjana Turanskyj von der Initiative Pro Quote Regie/Film unter dem Titel "Frauen in der Filmbranche", warum kreative Schlüsselpositionen an Filmsets verstärkt mit Männern besetzt werden und das Geschlechterverhältnis auf der Leinwand so ungleich verteilt ist. Über "Verführerische Bilder – Die Moderne und ihr Blick in die Zukunft" referiert Sebastian Wehrstedt am Freitag, 20. April, um 12 Uhr, tags darauf um 11.30 Uhr lotet der Workshop "Dokumentarfilm in interaktiven Formaten" Möglichkeiten und Grenzen des Genres aus. Informationen gibt es unter www.independentdays-filmfest.com. –red-/–maf-

 
 

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