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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 20. April 2018

Sport: KSC als Imageträger und Anker

KARLSRUHE ist nicht zuletzt über den KSC und seine Heimspiele omnipräsent. Ein Wert an sich, belegt eine Studie. Archivfoto: Fränkle

KARLSRUHE ist nicht zuletzt über den KSC und seine Heimspiele omnipräsent. Ein Wert an sich, belegt eine Studie. Archivfoto: Fränkle

 

Sportmarketing-Forschungsfirma zeigt wirtschaftliche und mediale Wertschöpfung / Verein möchte positives Meinungsbild in der Stadiondebatte mit Zahlen unterstützen

Residenz des Rechts, IT-Zentrum, Kulturhochburg, aber weit oben bei den Assoziationen zur Fächerstadt steht auch der Karlsruher Sport-Club (KSC). Welche Wertschöpfung er als Marke für Karlsruhe erzeugt, ließ der KSC über eine Studie ermitteln. Vorigen Dienstag wurden die Ergebnisse präsentiert.

Da dieser Tage der Stadion-Neubau mit Mehrkosten wieder verstärkt öffentliches Thema ist, kommenden Dienstag auch im Gemeinderat, hat der Verein den Termin bewusst gewählt: „Um Diskussion und Meinungsbildung positiv zu flankieren“, erklärte KSC-Geschäftsführer Helmut Sandrock. Es ging darum, Wirk- und Strahlkraft zu beleuchten – und zu beziffern. Eingebettet in das Zukunftsprogramm des Vereins. Die Studie sei eine Maßnahme des Entwicklungsprozesses, und eine dazu durchgeführte Umfrage unter Wildpark-Besuchern belegt: Der KSC ist Imageträger und Ankerpunkt.

Nach volkswirtschaftlicher Analyse liegt die regionale Wertschöpfung bei 9,2 und die Summe der Mediawerte über Fernsehen (plus Telekom Sport als Drittliga-Kanal), Print und Online bei 10,1 Millionen Euro. Wie Markus Lichti vom beauftragten Sportmarketing-Forschungs-unternehmen ValuMedia ausführte, sind diese Beträge nicht explizit verbucht oder nachgewiesen, aber entsprechen nach konservativer Schätzung dem, was für Stadt und Region generiert wird. Effekte, die Personal-, Sach-, Besucher- und Steuerausgaben sowie vor allem damit einhergehende Einnahmen und Konsumflüsse erzeugen. Und über die Präsenz des (vermarktbaren) Namens Karlsruhe in der Berichterstattung: „Objektiv zu betrachten, wie sich Werte oder Wirkungen darstellen“, war laut Lichti die Aufgabe der Firma. Neben Wirtschaftsunternehmen zählen Vereine sowie Bundesliga und Deutscher Fußball-Bund zu ihren Kunden. Auch die Dritte Liga, der der KSC noch angehört. Der angestrebte Aufstieg brächte Wachstum der genannten Beträge um 20 bis 30 Prozent, prognostizierte Lichti.

Vereine, auf Profi-Ebene selbst auch als Unternehmen anzusehen, befördern unter anderem also über ihre beliebte Unterhaltungsveranstaltung, das mindestens alle zwei Wochen stattfindende Heimspiel, Geld in den regionalen Wirtschaftskreislauf. Im deutlich guten Stimmungsbild der validen Umfrage sagte überdies die große Mehrheit (bei nicht in Karlsruhe Wohnhaften noch etwas deutlicher), dass die Stadt vom Image des Vereins profitiere, dieser als Leuchtturm bundesweit positiv wirke und der wichtigste Werbeträger sei. Letzterem stimmten 84 respektive bei Karlsruhern 79 Prozent zu. Das Gros empfindet auch höhere Lebensqualität und eine Aufwertung des Arbeitsplatzes. Nur jeder Vierte beziehungsweise Dritte sah eine finanzielle Belastung der Stadt. Der Stadion-Neubau brächte diese mit sich. Aber Stadt und Verein sind einig in dem, was dieser erneut betonte: Die neue Spielstätte schafft die nötige neue Wettbewerbskraft. -mab-

 
 

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