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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 11. Mai 2018

Artenschutzstiftung: Ein Leben für die Waldmenschen

PARTNER: Am Montag nahm Willie Smits (zweiter von links) 6.500 Euro für sein Lebenswerk entgegen. Derzeit leben rund 800 Tiere in zehn Stationen der Aufzuchtstation „Kobus“.  Foto: Fränkle

PARTNER: Am Montag nahm Willie Smits (zweiter von links) 6.500 Euro für sein Lebenswerk entgegen. Derzeit leben rund 800 Tiere in zehn Stationen der Aufzuchtstation „Kobus“. Foto: Fränkle

 

Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe unterstützt Orang-Utan-Auffangstation auf Borneo

„Ich bin so stolz, dass die Orang Utan nun auch in den Mittelpunkt rücken“, strahlte Dr. Clemens Becker, Vorstand der Stiftung Artenschutz Zoo Karlsruhe, im Exotenhaus. Dort hatten Becker, Zoochef Dr. Matthias Reinschmidt und Bürgermeister Michael Obert mit einer 6.500-Euro-Spende an Willie Smits ein neues Partnerprojekt der Artenschutzstiftung besiegelt.

Den Gründer der Orang-Utan-Auffangstation „Kobus“ (Borneo) kennt Becker, Zuchtbuchführer für die in europäischen Zoos lebenden Orang Utan, seit 20 Jahren. Und auch Reinschmidt und Frank Elstner kamen 2014 für die Filmaufnahmen zu „Elstners Reisen“ an Smits nicht vorbei. „Für die am meisten bedrohten Menschenaffen wollen wir uns engagieren“, so Reinschmidt. Und zwar über Smits, der ihn durch seinen emotionalen Umgang mit den Tieren höchst beeindruckt habe. Momentan leben im Zoo Schimpanse Benny und seine Weibchen. Wenn im Zoo, der sich als Artenschutz-Zoo versteht, eine Entscheidung zur Haltung anderer Menschenaffen ansteht, werden es Orang Utan sein, betonte Obert. Dann gehe es auch um den Bau einer neuen Anlage.

Willie Smits setzt sich seit rund 30 Jahren für Orang Utans ein. Sie haben eine Seele, ist er überzeugt, weshalb er mit Becker bei seiner Aufgabe als „genetischer Paar-Finder“ schon mal leidenschaftlich über das Verliebtsein von Orang Utans diskutiert. Durch Abholzung und Palmöl-Monokulturen schwindet deren Lebensraum. Hier setzt „Kobus Foundation“ an mit Sensibilisierung der Bevölkerung und Alternativen zu Palmöl – etwa mit der Zuckerpalme, die ohne Dünger und Pestizide in Mischwäldern gedeiht. Aus Prestigegründen werden Orang Utans als Haustiere gehalten. Haben sie Glück, erhalten sie mit der Zwischenetappe Auffangstation eine zweite Chance in freier Natur. Er werde zum Vortrag wiederkommen, versprach Smits. Bis dahin könne man „eine Skye-Verbindung zu unseren Orang Utans schaffen“, meinte er zu Reinschmidt und Becker. Das Gespräch übernimmt dann wohl der Orang-Utan--Versteher. Obwohl: „Orang Utan verstehen bis 1.000 Worte“, so Smits… -rie-

 
 

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