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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 11. Mai 2018

Japangarten: Zoologischer Stadtgarten hat nun ein japanisches Teehaus

SCHLÜSSELÜBERGABE: Architekt Kawamura (l.) übergibt "sein" Teehaus im Beisein von Teruko Matsushima-Fritz und dem japanischen Generalkonsul Tetsuya Kimura symbolisch an den OB. Foto: Fränkle

SCHLÜSSELÜBERGABE: Architekt Kawamura (l.) übergibt "sein" Teehaus im Beisein von Teruko Matsushima-Fritz und dem japanischen Generalkonsul Tetsuya Kimura symbolisch an den OB. Foto: Fränkle

 

Der Japangarten im Zoologischen Stadtgarten ist um eine Attraktion reicher. Vergangenen Freitag wurde mit einer traditionellen Teezeremonie ein japanisches Teehaus seiner Bestimmung übergeben.

Zuvor gingen OB Dr. Frank Mentrup, die Vorsitzende der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Karlsruhe (DJG), Teruko Matsushima-Fritz, sowie Architekt Prof. Kazuhisa Kawamura (Köln) vor geladenen Gästen - darunter der japanische Generalkonsul Tetsuya Kimura - auf Besonderheiten des Hauses ein. Für die Anlage hatte die DJG 1994 die Patenschaft übernommen.

„Sie haben das Projekt persönlich von Anfang an intensiv begleitet“, dankte OB Mentrup Ideengeberin Matsushima-Fritz für ihre beharrliche Unterstützung. „Es ist der Traum eines jeden japanischen Architekten, ein Teehaus zu bauen“, betonte Prof. Kawamura. Vom früheren Gartenbauamtsleiter Helmut Kern beauftragt, habe er mit Hingabe mit allen am Projekt Beteiligten für diesen „besonderen Ort der Begegnung“ gearbeitet. Entstanden „ist keine Kopie eines japanischen Teehauses“, so Mentrup, sondern eine gelungene Verbindung aus traditioneller Bauweise und hiesiger Baukultur.

Bewusst wurde der Zugang  seitlich angeordnet – das „entschleunigte“ Ankommen ist wichtig für ein Einfinden in die Teezeremonie. Weg und Trittsteine leiten zum Waschstein und ein Meter hohen Kriecheingang. Die Pflanzen sollen  - wie das Teehaus - Einfachheit ausdrücken. Einmal monatlich veranstaltet die DJG eine Teezeremonie (Anmeldung über Gartenbauamt: gba@karlsruhe.de). Matsushima-Fritz: „An diesem Ort der Besinnung mögen Deutsche und Japaner zusammenfinden und alle Besucher zu sich selbst finden.

Gertrud Mowitz ermöglicht Teehaus

Zwei Drittel der Kosten von rund 300.000 Euro wurden durch den Nachlass von Gertrud Mowitz gedeckt. Sie bestimmte die Stadt zur Alleinerbin. Bereits zu Lebzeiten spendete sie für eine Sitzbank im Japangarten und blieb mit Mitarbeitenden der Stadt in Kontakt, um Wünsche bezüglich ihres Nachlasses zu besprechen. Auflage war, das jetzt realisierte Teehaus zu bauen. Eine Hinweistafel erinnert an das Engagement der Karlsruher Bürgerin. „Es ist die erste in einer Reihe von Gedenktafeln, mit denen Personen geehrte werden sollen, die durch großzügige Spenden die Qualität des öffentlichen Raums unserer Stadt nachhaltig fördern“, kündigte OB Frank Mentrup an. (www.karlsruhe.de/bleibendes-schaffen). -rie-

 
 

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