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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 25. Mai 2018

Gemeinderat: Wasserentnahme im Hardtwald klären

Fauna-Flora-Habitat-Schutzgebiete / Gemeinderat billigte Verordnungsentwurf / Prüfung der Aufnahme des Elfmorgenbruchs

Der geplanten Verordnung des Regierungspräsidiums (RP) zur Festlegung von Fauna-Flora-Habitat-(FFH)-Schutzgebieten auf Karlsruher Gemarkung stimmte der Gemeinderat grundsätzlich einstimmig zu. Eine Mehrheit von 37 Stimmen bei acht ablehnenden Voten gab es dafür, Kollisionen mit städtischen Interessen im Verfahren geltend zu machen.

So sollen gegen die Aufnahme des Waldgebietes Elfmorgenbruch (im FFH-Gebiet „Kinzig-Murg-Rinne und Kraichgau bei Bruchsal“) Einwendungen erhoben werden. Vor allem, so OB Dr. Frank Mentrup, wegen der Befürchtung der bisher nicht einbezogenen Stadtwerke, dass maximale Wasserentnahmen des dortigen wichtigen Wasserwerks Hardtwald beeinträchtigt werden könnten.

Im einzelnen geht es um neun FFH-Gebiete: die Rheinniederungen von Karlsruhe bis Philippsburg sowie zwischen Wintersdorf und Karlsruhe, den Alten Flugplatz, den Hardtwald zwischen Graben und Karlsruhe sowie zwischen der Fächerstadt und Muggensturm, die Kinzig-Murg-Rinne und Kraichgau bei Bruchsal, Wiesen und Wälder bei Ettlingen, den Oberwald und Alb in Karlsruhe sowie Pfinzgau West. Ausgehend von naturschutzfachlichen Kriterien können sich bei der flurstücksscharfen Abgrenzung noch geringfügige Grenzkorrekturen ergeben.

In der Diskussion forderten Dr. Paul Schmidt (AfD) und Michael Zeh (SPD) die auch erfolgte getrennte Abstimmung. Dr. Schmidt fand, dass die Begründung für das FFH-Gebiet wegfalle, wenn der nördliche Elfmorgenbruch fehle und sah noch Beratungsbedarf. Sven Maier (CDU) „dauerte das Verfahren zu lange, er wollte „hinsichtlich des Wassers richtig prüfen“. Danach erst, so Renate Rastätter (GRÜNE), solle das Plenum entscheiden. Das ginge nicht, da das RP die Arrondierung bestehender Gebiete mit der Aufnahme des Elfmorgenbruchs verknüpft habe, klärte OB Mentrup auf und ließ getrennt abstimmen. -cal-

 
 

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