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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 15. Juni 2018

Kultur: Ein Zwiegespräch

BLICK in das erste Gewächshaus des Botanischen Gartens, wo Kunst und Natur in einer Ausstellung eine Symbiose eingehen.  Foto: Fränkle

BLICK in das erste Gewächshaus des Botanischen Gartens, wo Kunst und Natur in einer Ausstellung eine Symbiose eingehen. Foto: Fränkle

 

Studierende zeigen im Kalthaus raumgreifende Skulpturen

„Wenn Künstler mit ihren Arbeiten in den Dialog mit historischen Gebäuden treten“, wie es sich Michael Hörrmann, Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten wünscht, kann am gleichen Ort höchst Unterschiedliches entstehen.

Zu sehen noch bis 7. Oktober  im Kalthaus des Botanischen Gartens in der zweiteiligen  Schau „Brunnen umspielende Vegetation“, die eine längere Kooperation mit der Kunstakademie einleitet. André Wischnewski greift die besondere akustische Situation des durchsichtigen Glashauses auf.  Es zeige zwar die Außenwelt, schließe aber ihre Geräusche aus. Der Künstler schuf deshalb akustische Diagramme aus ebenso transparentem, teilweise leicht grau gefärbtem Plexiglas, die er zu transparenten Formationen als dreidimensionale Umsetzungen potenzieller Geräusche stapelt. Mit dem Plexiglas will er die Künstlichkeit des Raumes verdoppeln.

Dagegen verwendet Jochen Hautzdorf  mit Metall und Pflanzen originäre  Gewächshausmaterialien. Ein vier Meter hohes, umgekehrtes Hufeisen aus Stahl, angelehnt an die Bogenarchitektur vor Ort, lässt Schlingpflanzen klettern. Haben sie das Metallgerüst überwuchert, geht das Kunstwerk in der Gewächshausumgebung auf, sodass Natur und Künstlichkeit eine Symbiose eingehen.  Eingebunden sind die beiden Skulpturen in die Sommerausstellung der Kunstakademie, und daher heute, 15. Juni, von 10 bis 16.45 Uhr kostenlos zu erleben. Parallel stehen in der Reinhold-Frank-Straße 81, Bismarckstraße 67 und Schloss Scheibenhardt  Ateliers  offen. -cal-

 
 

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