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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 22. Juni 2018

Care Leaver: Sicher begleitet erwachsen werden

Junge Erwachsene, die einen Teil ihres Lebens in Hilfseinrichtungen verbracht haben und ein eigenverantwortliches Leben beginnen wollen, brauchen dabei oft Hilfe.

Die Stadt Karlsruhe unterstützt fortlaufend etwa 600 bis 700 dieser „Care Leaver“ und ist seit 2016 einer von drei Modellstandorten eines gemeinsamen Forschungsprojektes der Universität Hildesheim und der internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen. Ziel der Studie ist es, bewährte Handlungsansätze zu evaluieren und weiterzuentwickeln, um sie für den Transfer in andere Kommunen aufzubereiten.

In Karlsruhe übernahm der soziale Dienst gemeinsam mit ortsansässigen Jugendhilfe-Trägern die Koordination des Projekts, und zum Ende der Entwicklungsphase kamen etwa 180 Interessierte und Involvierte zu einem Fachtag zusammen, um die Ergebnisse der Evaluation in Erfahrung zu bringen und zu diskutieren. Karina Langeneckert, Direktorin der Karlsruher Sozial- und Jugendbehörde, zeigte sich bei der darauffolgenden Pressekonferenz sehr erfreut über die Auswertung der Studie.

„Ein großer Teil unserer individuellen Hilfen wird genutzt und kommt positiv an“, teilte sie mit, stellte aber klar, dass es noch „viele Verbesserungsmaßnahmen“ gebe. Sozialbürgermeister Martin Lenz betonte, dass man immer gewillt sei, Probleme zu lösen und das soziale Netz enger zu knüpfen, „damit niemand verloren geht“. In dieser Beziehung, so Lenz weiter, habe Karlsruhe „bundesweiten Vorbildcharakter“. -gem-

 
 

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