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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 22. Juni 2018

Stadtwerke: Energiewende aktiv mitgestaltet

NEUE FERNWÄRMELEITUNGEN: treiben die Energiewende in Karlsruhe voran und versorgen bald 40.000 Wohnungen. Foto: Stadtwerke Karlsruhe

NEUE FERNWÄRMELEITUNGEN: treiben die Energiewende in Karlsruhe voran und versorgen bald 40.000 Wohnungen. Foto: Stadtwerke Karlsruhe

 

Stadtwerke Karlsruhe ziehen positive Bilanz für 2017 / Fernwärmeausbau, Blockheizkraftwerke und Digitalisierung weiter im Fokus

Im Geschäftsjahr 2017 haben die Stadtwerke Karlsruhe nach Abzug der Ertragssteuer einen Überschuss von 21,7 Millionen Euro erwirtschaftet und damit das Vorjahresergebnis nahezu bestätigt. Die Entwicklung sei „sehr erfreulich“ betonte der Vorsitzende der Geschäftsführung Michael Homann.

Bei der Bilanzpressekonferenz am vergangenen Montag wies Homann zudem darauf hin, dass sich der Karlsruher Energieversorger erneut großen Herausforderungen gestellt habe. Dazu gehörten der milde Winter, der in den Segmenten Gas und Fernwärme für „Ergebnisbelastungen“ gesorgt habe, der sich abzeichnende Fachkräftemangel, neue Anforderungen durch Kunden sowie eine deutlich komplexere Produktpalette. Bei Strom und Gas müsse man sich zudem auf liberalisierten Märkten mit mehr als 100 Wettbewerbern behaupten. Trotzdem hätten die Stadtwerke die Umsatzerlöse um rund zehn Millionen auf insgesamt 586 Millionen Euro erhöhen können. Bis auf den Bereich Erdgas, der zu Teilen von der umweltschonenderen Fernwärme abgelöst wurde, seien überall Steigerungen zu verzeichnen. Durch Kundengewinn erhöhten sich die Strom-Vertriebsmengen mit fast 14 Prozent am meisten.

„Mich freut vor allem die Erlössteigerung im Bereich Dienstleistungen“, zeigte sich darin für Michael Homann vor allem, dass die „strategische Neuaufstellung“ in diesem Bereich richtig gewesen sei. Beleuchtungssanierungen, IT-Leistungen und Kundenstationen für Fernwärme seien deutlich stärker nachgefragt worden und durch gesteigerte Effizienz und Serviceorientierung habe man zudem zahlreiche Kundinnen und Kunden zurückgewinnen können.

„Erfreuliche Zuwächse trotz des warmen Wetters“ habe es zudem beim Fernwärmeausbau gegeben. Schon jetzt werden über 34.000 Wohnungen mit Fernwärme beheizt, 6.000 weitere sind bereits unter Vertrag. Damit betrieben die Stadtwerke das „größte Wärmewendeprojekt in Süddeutschland“ und leisteten einen „signifikanten Beitrag“ für eine positive CO2-Bilanz in Karlsruhe, so Homann.
Auch der technische Geschäftsführer Dr. Karl Roth sprach von einem „überaus erfolgreichen“ Jahr, in dem das städtische Tochterunternehmen seinen Versorgungsauftrag „vollumfänglich“ erfüllt habe und den Anforderungen der Kunden „schnell und komfortabel“ gerecht geworden sei. Zudem hätten die Stadtwerke fast 60 Millionen Euro investiert. Roth: „Mehr als die Hälfte der Gelder floss in die Erneuerung und Erweiterung der Netze und damit in eine leistungsfähige Infrastruktur für eine wachsende Großstadt“.

Weitere Schwerpunkte waren der Aufbau eines neuen Rechenzentrums, in dem große Datenmengen zentral und sicher organisiert werden sowie die energetische Sanierung der Firmenzentrale. 2018 wird die Investitionssumme voraussichtlich auf 100 Millionen Euro ansteigen. Energiewende und Digitalisierung sieht das Unternehmen indes als große Chance an. Mit Innovationen und zukunftsfähigen Konzepten wollen die Stadtwerke Karlsruhe den Wandel zum „modernen Dienstleister für städtische Infrastruktur“ weiter vorantreiben, unterstrich die Geschäftsführung abschließend unisono. -gem-

 
 

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