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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 22. Juni 2018

Zweite Regionalkonferenz Mobilitätswende: „Unsere Regionen sind Reallabor“

380 Teilnehmer aus Kommunen, Wirtschaft und Wissenschaft tagten in Bruchsal

Was bedeutet Mobilitätswende konkret? Wie können Kommunen und Unternehmen profitieren? Diese Fragen diskutierten über 380 Teilnehmer bei der zweiten Regionalkonferenz Mobilitätswende der Metropolregion Rhein-Neckar (MRN) und der TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) unter dem Titel „Herausforderungen und Chancen der Mobilitätswende für Kommunen und Unternehmen“ in Bruchsal.

„Mobilität ist im Umbruch und alle Beteiligten können sie nur gemeinsam gestalten“, ist Dr. Frank Mentrup, OB von Karlsruhe und TRK-Aufsichtsratsvorsitzender überzeugt. „Es gibt zahlreiche Ansätze, die wir im Moment auf ihre Tauglichkeit im Alltag erproben, so etwa beim Testfeld Autonomes Fahren. Die Konferenz hat gezeigt: Unsere Regionen sind ein Reallabor für die Mobilitätswende mit vielen Ideen und unbegrenzten Möglichkeiten."

Dies bestätigte auch Mohamed Mezghani, Generalsekretär der UITP (Internationaler Verband für das öffentliche Verkehrswesen). Der öffentliche Nahverkehr müsse das Rückgrat bleiben, ohne dabei Fußgänger und Radfahrer zu vergessen, sieht Mezganhi „in diesem Sinne die TRK mit ihrem Technologiecluster, in dem führende Organisationen zusammenkommen und zukunftsweisende Mobilitätsprojekte umsetzen, an der Spitze der Innovation in der urbanen Mobilität“.

Eine funktionierende und zukunftsorientierte Verkehrsinfrastruktur sei für die regionale Wirtschaft von entscheidender Bedeutung, betont Michael Heinz, der Vorsitzenden des Vereins Zukunft MRN und BASF-Vorstandsmitglied. Die enge Zusammenarbeit von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sei notwendig, damit die Mobilitätswende nicht nur in klugen Köpfen theoretisch stattfinde.

„Mit dem Programm der Regionalkonferenz ist es gelungen, regionale Kompetenz aus der MRN wie auch aus der TRK zu bündeln und diese mit internationalen Beiträgen zu verknüpfen“, bilanziert TRK-Geschäftsführer Jochen Ehlgötz. „Diese Konferenz hat ein deutliches Signal dafür gesetzt, dass die Mobilitätswende eine große Chance für unsere Regionen ist. Auch ist es gelungen, Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kommunen zu vernetzen und in Austausch zu bringen“, so Ehlgötz weiter. Nicht zuletzt könnten aus der Wende neue Geschäftsmodelle sowie Unternehmensgründungen entstehen und neue Märkte für die Wirtschaft erschlossen werden.“ -red/fis-

 
 

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