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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 6. Juli 2018

Stadtwerke: Zukunft der Wasserversorgung

STARTSCHUSS: Gemeinschaftlich zelebrierten die Beteiligten aus  Stadtverwaltungen, Regierungspräsidium und  Stadtwerken den Spatenstich zum neuen Wasserwerk Mörscher Wald. Foto: MMG

STARTSCHUSS: Gemeinschaftlich zelebrierten die Beteiligten aus Stadtverwaltungen, Regierungspräsidium und Stadtwerken den Spatenstich zum neuen Wasserwerk Mörscher Wald. Foto: MMG

 

Stadtwerke Karlsruhe bauen neues Wasserwerk im Mörscher Wald / Nachhaltige und umweltgerechte Bauplanung / Wasserförderung bis 2048 bewilligt

Mit vier Wasserwerken versorgen die Stadtwerke Karlsruhe etwa 450.000 Menschen in der Region mit Trinkwasser. Nach 90 Jahren Laufzeit wird nun das Werk im Mörscher Wald in Rheinstetten durch ein neues ersetzt. Investiert werden rund 38 Millionen Euro, bis zum Frühjahr 2021 soll es einsatzbereit sein.

Beim Spatenstich betonte Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, dass es beim Thema Trinkwasser um etwas „Lebenswichtiges“ gehe. Die Versorgung mit sauberem Wasser sei „zentrale Aufgabe der kommunalen Daseinsvorsorge“ und müsse auch „für kommende Generationen gesichert werden“. Der geplante Neubau sei deshalb ein „entscheidendes und wichtiges Projekt“, so Mentrup weiter.

Rheinstettens Oberbürgermeister Sebastian Schrempp sah hierin ebenfalls die Chance sich „zukunftssicher“ aufzustellen und begrüßte die partnerschaftliche Zusammenarbeit. Ein bloßer Umbau der bisherigen Strukturen sei indes zu aufwendig und mit Unterbrechungen der Versorgung verbunden, hieß es von Seiten der Stadtwerke. Zudem steige der Wasserbedarf auch klimabedingt immer weiter an. Schon jetzt stoße man an besonders heißen Tagen an Grenzen und mit dem Neubau werde nicht nur die Aufbereitungstechnik an modernste Standards angepasst, sondern auch die Leistungsfähigkeit mehr als verdoppelt.

Dr. Karl Roth, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke bekräftigte diese Faktoren und unterstrich, dass das neue Wasserwerk entscheidend dazu beitragen werde, die „Versorgungssicherheit für die kommenden drei Jahrzehnte“ zu gewährleisten. Denn bis 2048 ist auch die Grundwasserentnahme vom Regierungspräsidium Karlsruhe genehmigt worden, das beim Spatenstich durch Präsidentin Nicolette Kressl vertreten wurde.

Pro Tag dürfen die Stadtwerke 60.000 Kubikmeter Wasser aus den 24 Brunnen im Wasserschutzgebiet Mörscher Wald fördern. Aufgrund des hohen Schutzstatus des Gebiets gingen der Genehmigung weitreichende Studien voraus. Laut des rund 2.500 Seiten langen ökologischen Gutachtens seien keine erheblichen Auswirkungen auf den Naturraum zu erwarten, hieß es von Seiten der Stadtwerke. Zudem baue man nachhaltig. Die Dachflächen sollen begrünt und die Wasserbehälter mit Erde und Rasen überdeckt werden, so dass das Gebäude später einem natürlichen Felsgestein ähneln werde. -gem-

 
 

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