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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 27. Juli 2018

Gemeinderat: Alle profitieren davon

Gesamtkonzept zur Quartiersentwicklung in Arbeit

Um den komplexen Anforderungen des demografischen Wandels gerecht zu werden und das Miteinander aller Generationen zu fördern, setzt die Stadt auf kommunal gesteuerte Quartiersentwicklung. Ein seit Anfang des Jahres tätiger Lenkungskreis erarbeitet dafür ein Gesamtkonzept mit Standards und Handlungsansätzen, die sich auf weitere Stadtteile und Planungsgebiete übertragen lassen.

Modellstandort für inklusive und generationengerechte Quartiere ist Mühlburg. Das „Pilotprojekt Quartier 2020: Mehrgenerationenquartier Mühlburg“ erhält Fördergelder des Landes, die der Einrichtung einer Projektstelle dienen. Der Gemeinderat billigte die Verwaltungsvorschläge zur künftigen strategischen Ausrichtung der Quartiersentwicklung einhellig. Ebenso, dass die Stadt bei Quartiersprojekten in der Südweststadt und in Daxlanden übergangsweise in die Bresche springt. Bei beiden läuft die Anschubfinanzierung durch die Stiftung Deutsches Hilfswerk aus.

Es dürfe „keine Insel-Lösungen“ geben, setzte CDU-Stadtrat Thomas Müller auf übergreifende Strukturen. Bis alles so weit sei, dürfe es bei der bisherigen Quartiersarbeit zu keinem Bruch kommen. Dem pflichtete SPD-Stadträtin Yvette Melchien bei und lobte die „mutige Beschlussvorlage“. Es gelte, Doppelstrukturen zu vermeiden, deshalb hielt Stadträtin Verena Anlauf (GRÜNE) das Vorgehen für „sinnvoll“ und „weitblickend“. Als „Gewinn für jeden Einzelnen“ lobte Max Braun (KULT) die Strategie, Karl-Heinz Jooß (FDP) bezeichnete das Konzept ob zunehmender Anonymisierung als „dringender denn je“, auch für Jürgen Wenzel (FW) war es der richtige Schritt. „Geradezu begeistert“ war Friedemann Kalmbach (Für Karlsruhe). Die sozialräumliche Betrachtung sei ein Quantensprung, bürgerliche Kräfte würden freigesetzt, und „das ist es, was die Stadt braucht“. -maf-

 
 

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