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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 27. Juli 2018

Messanlagen: Tafeln sollen ins Gewissen leuchten

PREMIERE IN BADENERSTRASSE: Dr. Björn Weiße, Alexandra Ries und Dr. Albert Käuflein (v. l.) setzen das erste Display in Gang. Foto: Fränkle

PREMIERE IN BADENERSTRASSE: Dr. Björn Weiße, Alexandra Ries und Dr. Albert Käuflein (v. l.) setzen das erste Display in Gang. Foto: Fränkle

 

Die Stadt befestigt in den kommenden Wochen an Beleuchtungsmasten in Durchgangsstraßen insgesamt 22 Tafeln, auf denen Displays die Geschwindigkeit vorbeifahrender Autos, Lastwagen und Motorräder anzeigen. Wenn die Zahl in grüner Farbe auftaucht, halten Fahrerin oder Fahrer die vorgeschriebene Geschwindigkeit ein, bei Rot dagegen ist das Tempo zu hoch. Aufgestellt werden die Tafeln an Straßen, die im Lärmaktionsplan der Stadt aufgeführt sind.

Rote Zahlen auf der Tafel sollen denen, die zu kräftig auf das Gaspedal drücken, „ein schlechtes Gewissen machen und sie bewegen, langsamer zu fahren“, betonte Bürgermeister Dr. Albert Käuflein, als er am Dienstag zusammen mit dem Leiter des Ordnungs- und Bürgeramts, Dr. Björn Weiße, und Ortsvorseherin Alexandra Ries das erste Display offiziell in Gang setzte. Dies ist an der Badenerstraße in Durlach in Höhe des Seniorenzentrums Parkschlössle installiert und soll „in diesem sensiblem Bereich zu mehr Sicherheit und weniger Lärm führen“, unterstrich Ries.

Die Tafeln zeigen in der Tat Wirkung. Dies belegt ein wissenschaftlicher Feldversuch, den das Ordnungsamt mit der Hochschule Karlsruhe an Durchgangsstraßen in drei Höhenstadtteilen durchführte. Die dabei ermittelten „messbafen Effekte des Displays“ sind Weiße zufolge erheblich. Wenn Tafeln in den jeweiligen Zonen mit Tempo 30 installiert waren, habe sich die durchschnittliche Geschwindigkeit „auf einen Wert von 35 bis 37 Stundenkilometer eingependelt“. Nachdem diese abgehängt waren, sei der Mittelwert wieder auf 45 bis 47 Kilometer gestiegen.-trö-

 
 

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