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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 10. August 2018

Bildung: Botschafter zwischen Kulturen

Im Schulgarten macht den Jugendlichen die gemeinsame Arbeit wie hier bei der Tomatenzucht richtig Spaß. Foto: KEK

Im Schulgarten macht den Jugendlichen die gemeinsame Arbeit wie hier bei der Tomatenzucht richtig Spaß. Foto: KEK

 

Austausch zwischen Gymnasien in Neureut und San Miguel de Los Bancos verbindet

"Ihr seid die Zukunft" - so begrüßte OB Dr. Frank Mentrup im Haus Solms die Teilnehmenden des Schulaustauschs zwischen dem Gymnasium Neureut und dem Gymnasium von San Miguel de Los Bancos, Ecuador.

Seit 2016 arbeiten die Jugendlichen an Projekten zum Klima- und Umweltschutz. Begegnung auf Augenhöhe, Sensibilisierung zu Umweltthemen, Zukunft gemeinsam gestalten - das sind ihre Grundsätze. Mentrup lobte das Engagement der jungen Menschen, die seit drei Jahren mit dem inzwischen vierten Treffen ihre Partnerschaft pflegen. "Es ist wichtig, dass die junge Generation sich einbringt. Sie sind Botschafter und stellen heute die Weichen für die Zukunft."

Kürzlich empfing Mentrup die Jugendlichen wie ihre Lehrkräfte im Haus Solms. Die Schulpartnerschaft ist Teil der seit 2015 bestehenden und von der Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur (KEK) betreuten Klimapartnerschaft zwischen Karlsruhe und San Miguel de Los Bancos. Neben dem Klimaschutz hat Umweltbildung in beiden Kommunen hohe Priorität. Der Austausch wird über das ENSA-Programm von Engagement Global finanziert. In ersten Treffen 2016 wurden der Grundstein für die Zusammenarbeit gelegt, Strukturen geschaffen und erste Freundschaften geschlossen. Voriges Jahr erkundeten neun Neureuter Jugendliche sowie zwei Lehrerinnen vom Gymnasium Neureut in Ecuador mit ihren Partnern den Nebelwald und pflanzten selbst Bäume, etwa auf dem Grundstück der Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe, das die KEK aufforstet. "Wenn ich Eure Fotos anschaue, sehe ich nicht nur Schülerinnen und Schüler, die zusammen arbeiten. Ich sehe eine große Familie. Und eine Verbindung zwischen den beiden Kulturen", so Mentrup.

Im Juli waren die ecuadorianischen Partner in Karlsruhe. Neben Ausflügen in den Schwarzwald, zum Naturschutzzentrum und in den Hardtwald standen das Arbeiten im Schulgarten des Gymnasiums Neureut sowie eine nachhaltige Stadtführung auf dem Programm. "Der Austausch mit unseren deutschen Partnern hat meinen Blick auf die Umwelt sehr stark verändert", so der ecuadorianische Schüler Kevin Taipe Mera. "Früher sah ich einfach nur Berge, jetzt sehe ich den Reichtum der Natur, den wir in Ecuador haben. Beide Schulen und auch OB Mentrup wünschen sich eine langfristige Kooperation. "Ich erwarte Euch in Karlsruhe zu Eurem nächsten Besuch", verabschiedete er die Gruppe. -red-

 
 

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