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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 10. August 2018

Kultur: Zeltival - Dieser Erfolg ist kaum zu toppen

Ausverkauft waren beim Zeltival mehr Konzerte denn je. Auch für den Auftritt von Morcheeba gab es keine Karten mehr. Foto: Bastian

Ausverkauft waren beim Zeltival mehr Konzerte denn je. Auch für den Auftritt von Morcheeba gab es keine Karten mehr. Foto: Bastian

 

Zeltival meldet Höchstwerte bei Temperaturen und Besucherzuspruch / Atoll im Herbst

"2018 war ein extremes Festival" bilanzierte Bernd Belschner bei der Abschlusspressekonferenz des Zeltivals. Passend zum diesjährigen Afrika-Schwerpunkt waren beim fünfwöchigen Tollhaus-Sommerfestival nicht nur die Temperaturen mit durchschnittlich 30 Grad extrem, auch der Publikumszuspruch bei den 27 Veranstaltungen war hoch wie nie.

"Wir hatten in diesem Jahr viel Glück beim Buchen der Künstler", so der Tollhaus-Geschäftsführer. Mit über 23.300 Besucherinnen und Besuchern und im Schnitt mehr als 860 Gästen pro Abend seien bisher nur im Stadtgeburtstagsjahr 2015 mehr Menschen zum Zeltival gekommen. Damals hatten allerdings auch über 3.000 Swing-Fans das eintrittsfreie Zeltival-Special der Puppini-Sisters im Karlsruher Schlossgarten besucht, was der Reihe einen Allzeitrekord bescherte. Den großen Erfolg des aktuellen Jahrgangs verdanke man nach Belschners Einschätzung nicht nur großen Namen wie Jeff Beck, Melody Gardot, Little Steven & The Disciples of Soul oder Ziggy Marley. Auch Stammgäste wie Calexico oder DJ Shantel und hierzulande eher unbekannte Künstler wie die malische Musikerin Fatoumata Diawara oder die argentinischen Tango-Rocker Rosario Smowing hätten die Leute begeistert.

Erstmals sei die Hälfte aller Veranstaltungen nahezu ausverkauft gewesen. Ob sich ein solches Programm zum 25-Jährigen im kommenden Jahr noch toppen lasse, müsse sich zeigen, so Belschner. Das Publikum ließ sich mitreißen. Von Ziggy Marley etwa, dessen Musiker sich in der Garderobe bereits umgezogen hatten, erklatschte es sich noch Minuten nach dem offiziellen Konzertende eine weitere Zugabe. Und auch der 67-jährige Little Steven zeigte keine Ermüdungserscheinungen und trieb seine Fans mit seiner 15-köpfigen Band knapp drei Stunden von einem Höhepunkt zum nächsten.

Nach einer kurzen Verschnaufpause stemmt das Tollhaus vom 19. bis zum 23. September die dritte Auflage des Karlsruher ATOLL-Festivals für zeitgenössischen Zirkus. Auf dem Programm stehen zum Beispiel das Akrobatik-Konzert "Extreme Night Fever" der verrückten französischen Compagnie Cirque Inextremiste oder Lufttheater mit der britischen Truppe Ockhams Razor. Ebenso machen Station der niederländische Circus Ronaldo, der spanische Escarlata Circus sowie der Neuseeländer Thomas Monckton und sein jüngstes Theaterprojekt "Only Bones". Der Vorverkauf läuft. -red-/-maf-

 
 

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