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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 10. August 2018

Umweltausschuss: Es soll weitergehen

 

Umweltpädagogik und Klimaschutzfonds im Ausschuss

In der Julisitzung des Ausschusses für Umwelt und Gesundheit unter Leitung von Bürgermeister Klaus Stapf standen unter anderem die Umweltpädagogik und der verwaltungsinterne Klimaschutzfonds im Fokus.

Auf einhellige Zustimmung stieß der Bericht zur Umweltpädagogik. Der städtische Umwelt- und Arbeitsschutz bietet hier mehrere Programme an. So wurden Umweltthemen im Unterricht 2017 von 28 Schulen für 1460 Lernende gebucht, 2018 von 21 Schulen für 1580 Schülerinnen und Schüler. Das Budget von 40.000 Euro pro Jahr war 2017 bereits im Februar, 2018 im Januar ausgeschöpft. Favorisierte Themen waren Fairer Handel, Natur entdecken und erleben, Abfall, Klima und Umwelt sowie Gesundheit und Leben.

Für Kooperationen zwischen Schulen und Vereinen oder Verbänden für die Nachmittagsbetreuung zur Erkundung von Attraktionen im nahen Umfeld stehen jährlich 50000 Euro zur Verfügung. 2017/18 gab es 18 Kooperationen, 2018/19 werden es 22 sein. Auch hier müssen Anträge abgelehnt werden. Dazu kommen Projekte mit einem Budget von 15.000 Euro, an denen 2017 genau 811 Kinder und Jugendliche teilnahmen sowie unbegleitete Bildungsangebote für alle Altersgruppen, Lernmaterialien, die Vermittlung von Kontakten und das Umweltbildungsportal, über die online informiert wird.

Positiv sieht der Ausschuss ebenso die Entwicklung des verwaltungsinternen Klimaschutzfonds und will ihn beibehalten. Mit dem Fonds können städtische Dienststellen Energieeffizienzmaßnahmen in städtischen Gebäuden finanzieren oder Klimaschutzprojekte. Zur Verfügung standen bis 2017 jährlich zwei Millionen Euro, ab 2018 gibt es wegen der Haushaltsstabilisierung Kürzungen, so dass für 2018 1,79 Millionen Euro bleiben. Da aber Mittel aus den Vorjahren wegen noch laufender Bauprojekte nicht verbraucht wurden, stehen dieses Jahr insgesamt 5.069.970 Euro zur Verfügung, davon für 33 neue Projekte 2,696 Millionen. Das Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft realisierte bisher in 36 Projekten vor allem Dachbodendämmungen und weitere Dämmmaßnahmen, LED-Beleuchtungs­sanie­rungen, den Neubau von Photovoltaikanlagen zur Eigenstromversorgung sowie nutzerorientierte Projekte wie Hausmeisterschulungen, Austausch von Thermostaten, oder der Umtausch sogenannter weißer Ware in Schulen. Eigentümermodelle betreffen nach Beratung durch die KEK nahezu alle Energieoptimierungsmaßnahmen wie etwa solche der Gebäudehülle, Heizungssanierungen oder Wärmerückgewinnung. Alle der rund 170 bisherigen Maßnahmen trugen zu einer Energieeinsparung von rund 7,722 Megawatt pro Stunde, einer CO2-Reduzierung von 2.247 Tonnen pro Jahr, was dem gewaltigen Raumvolumen von 2.247 Einfamilienhäusern entspricht, sowie finanzieller Ersparnis von 913.000 Euro jährlich bei. Über die gesamte Lebensdauer der einzelnen Maßnahmen würde sich dieser Betrag auf 18,9 Millionen summieren bei einem Einsatz von 8,5 Millionen Euro, die Gesamt-CO2-Minderung auf 46.675 Tonnen. Für 2019 stehen insgesamt 3,18 Millionen Euro zur Verfügung. Geplant ist etwa die energetische Ertüchtigung der Gebäude des Zirkus Maccaroni im Otto-Dullenkopf-Park. -cal-

 
 

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