Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 31. August 2018

Kultur: Die Welt als Datenfeld

ROBOTERARM ALS 3-D-DRUCK: „Humans need not to count“ von Varvara & Mar. Foto: pr

ROBOTERARM ALS 3-D-DRUCK: „Humans need not to count“ von Varvara & Mar. Foto: pr

 

Drei Wochen war die Ausstellung „Open Codes“ im Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) geschlossen, jetzt folgt der zweite Teil des erfolgreichen bildungspolitischen Experiments, das binnen acht Monaten knapp 100.000 Besucherinnen und Besucher verzeichnete und bei freiem Eintritt, Obst und Getränken „freie Gedanken“ ermöglichen will.

Während die Schau bislang die komplexen Dynamiken analoger oder digitaler Codierung veranschaulichte, geht es in ihrer Weiterentwicklung um „Die Welt als Datenfeld“. Einer Welt also, „die nicht alleine von Dingen, Worten und Bildern, sondern vor allem von Daten erzeugt, gesteuert und kontrolliert wird“ und in der man nicht mehr mit Pass, sondern mit dem Handy reist.

„Open Codes II“ präsentiert vom 1. September bis zum 6. Januar 40 neue Werke, die sich vorrangig mit künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen beschäftigen. Hingucker ist im Lichthof 8 eine Großinstallation von ZKM-Vorstand Peter Weibel und Christian Lölkes. Sie konfrontiert das Publikum auf 40 Bildschirmen mit Daten, wie sie die Menschen derzeit rund um die Uhr begleiten - vom Flughafen über den Bahnhof bis hin zu Börse oder Krankenhaus, in der Wohnung und unterwegs.

Für Samstag, 1. September, von 14 bis 2 Uhr, sowie für Sonntag, 2. September, 11 bis 18 Uhr, lädt das ZKM zur Eröffnungsparty mit Workshops, Performances sowie einer Hack-Lounge. Außerdem startet die monatliche Diskussionsreihe „Was ist Open Codes?“ zu Themen, die Bürgerinnen und Bürger digitaler Welten betreffen. Neu ist auch, dass auf der Veranstaltungs-Website code-basierte wissenschaftliche Projekte veröffentlicht werden, die ausschließlich online verfügbar sind. -red-/-maf-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe