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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 31. August 2018

Volkswohnung: Starke Quartiere entwickeln

NEUE BEDARFSORIENTIERTE WOHNUNGEN sollen im August-Klingler-Areal entstehen, wo sonst der FV Daxlanden seine Fußballspiele austrug. Vereinsheim und Grünwälle werden daran erinnern. Foto: Fränkle

NEUE BEDARFSORIENTIERTE WOHNUNGEN sollen im August-Klingler-Areal entstehen, wo sonst der FV Daxlanden seine Fußballspiele austrug. Vereinsheim und Grünwälle werden daran erinnern. Foto: Fränkle

 

Stefan Storz, seit rund 100 Tagen Vowo-Geschäftsführer, zu Vorhaben samt Programm 2030

Im Team - mit dem in der Bewirtschaftung von Neubauten erfahrenen Hausmeister, dem mit der Vorplanung beschäftigen Architekten oder auch den Kundenbetreuern der Volkswohnung (Vowo) – möchte deren Geschäftsführer, Stefan Storz, das August-Klingler-Areal als „starkes Quartier“ entwickeln.

So umfassend, wie der 51-jährige Diplom-Kaufmann an die Umnutzung des Sportareals in Daxlanden geht, so strategisch will er auch die künftigen Herausforderungen des städtischen Wohnungsbauunternehmens angehen. Bezahlbaren Wohnraum und ein nachhaltiges sowie sozial funktionierendes Wohnumfeld schaffen: für ihn zwei der übergeordneten Ziele des Vowo-Programms 2030. Bis Ende dieses Jahres möchte Storz das entsprechende Strategiepapier zur weiteren Debatte in den Gremien entwickelt haben. Kein Zweifel: Nach rund 100 Tagen des Wirkens für eine Unternehmensgruppe, die mit mehr als 13.200 eigenen Mietwohnungen Karlsruhes größter Vermieter ist, ist Storz in der Fächerstadt angekommen. Seit 1. Mai verantwortet er das Wirken der Vowo, sieht sich als Kooperationspartner der Stadt, um städtische Ziele umzusetzen und hier etwa das Räumliche Leitbild oder die Klimaanpassungsplanung mit Leben zu füllen.

Zuvor war Storz zwölf Jahre in der Wohnungswirtschaft tätig, darunter vier Jahre in einem wohnungswirtschaftlichen Verband: „Aufgrund der Vielzahl der mir bekannten Wohnungsunternehmen konnte ich mir in Karlsruhe recht schnell einen Überblick verschaffen.“ Eine konkrete und ehrliche Antwort auf die Frage, was für die Vowo in Neubau und Sanierung in den nächsten Jahren möglich ist, soll das Programm 2030 geben – mit Blick auf Ressourcen und Flächen und „einem organisierten Handlungsbedarf“. Im Programm wird sich unter anderem das noch bis 2023 vermietete Postareal finden, dessen Rück- und Neubau 2023 beginnen sollen. Nach Konzeptionalisierung ab dem nächsten Jahr. Auch die Quartiere des Rahmenplans Nordweststadt werden enthalten sein, ein aus dem Räumlichen Leitbild abgeleiteter Baustein.

„Nicht alle möglichen Elemente wollen wir uns zunutze machen“, betont Storz im Wissen um die Ängste der Mieter vor Veränderungen. Gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern würden die Vowo und das Stadtplanungsamt an einer ganzheitlichen Aufwertung der Gebiete arbeiten – an der Modernisierung der Gebäude, der Neugestaltung des Wohnumfelds, der Verbesserung der Stellplatzsituation und der Ergänzung des Wohnungsangebots um barrierefreien und größeren, familiengerechteren Wohnraum. Für diesen Prozess neu im Team der Vowo ist eine Nachhaltigkeitsbeauftragte. Hier die Aufgaben zu bündeln, war Storz ebenso wichtig wie bei den digitalen Geschäftsprozessen. Kernaufgabe der Koordination ist es, die Prozesse zukunftsfähig zu machen: hier das Mietercafé vor Ort, da die Vowo-App oder das Mieterportal, je nach Bedarf und Orientierung. Um möglichst letztlich allen Mieter-Zielgruppen eine gute Dienstleistung zu bieten. -rie-

 
 

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